Wir wünschen Ihnen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2022. Was sicherlich jetzt schon gewiss ist, ist, dass es wieder ein Jahr mit erheblichen Herausforderungen für Wirtschaft und Gesellschaft werden wird. Noch immer beschäftigt uns die CoronaPandemie, auch wenn die Erregungs-Niveaus in zunehmend mehr Ländern abnehmen. Andererseits stehen die Märkte vor einer Liquiditäts- und Zinswende, die erst einmal verarbeitet werden muss. Und dann ist natürlich auch noch der weitere technologische Fortschritt zu nennen, der nicht nur Licht, sondern auch etliche Schatten-Seiten zeigen könnte.

Ein Thema, das derzeit zunehmend lautstark diskutiert wird, sind digitale Währungen, die von den jeweiligen Zentral- bzw. Notenbanken herausgegeben werden sollen. Die Brisanz wird vor allem dadurch deutlich, dass China als inzwischen zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt (die Eurozone klammern wir mal bei dieser Zählweise aus) große Schritte hin zur flächendeckenden Einführung eines digitalen Renminbi, dem sogenannten E-Yuan, macht.

Aktueller Stand: Über Lotterien wurden durch die chinesische Notenbank in ausgewählten Städten schon Abermillionen an EYuan an die Bevölkerung verteilt, die damit einkaufen gehen können. Jetzt haben auch wesentliche Betreiber von Bezahlplattform wie Alibaba und Tencent die Implementierung des E-Yuan in ihre Bezahlplattformen bekannt gegeben (sie hatten wohl auch keine Wahl). Damit dürfte China nun zur großen Blaupause auch für andere Notenbanken und deren Digital-Pläne werden.

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