Wie geht es mit Thyssenkrupp, Deutschlands letztem großen Industriekonglomerat, weiter? Diese Frage treibt derzeit die Investoren immer stärker um. Denn inzwischen scheint es, als wenn der frühere Stahlkonzern und heutige Industrie-Anbieter im Strudel des derzeitigen Machtkampfes zwischen aktivistischen Investoren und dem  Management geradezu zerrieben wird.

Die Ausgangsbasis dürfte bekannt sein: Thyssenkrupp hat sein Stahlgeschäft in ein Joint Venture mit der indischen Tata Steel eingebracht. Nun wollte sich das Management auf die verbliebenen Sparten Aufzüge, Schiffs- und U-Boot-Bau sowie Werkstoffe fokussieren. Doch unter dem Druck der beiden Investoren Cevian und Elliott warfen nacheinander der Vorstandschef und der Aufsichtsratsvorsitzende das Handtuch. Und selbst der Interims-CEO Kerkhoff wird von den Investoren hart angegangen und soll möglichst bald seinen Job verlieren.

Das Ziel der Investoren: Auch wenn es immer wieder dementiert wird, dürfte es auf eine Zerschlagung hinaus laufen. Denn die Hedgefonds erhoffen sich von einem Verkauf bzw. Börsengang der einzelnen Teile eine höhere Bewertung und damit auch höhere Kursgewinne. Doch so wie es jetzt momentan aussieht, haben sie den Konzern nicht in eine neue Strategiediskussion, sondern nur ins Chaos gestürzt.

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