[vc_row][vc_column][vc_column_text]Nachdem es dem deutschen Industriekonzern gelungen ist, endlich das brasilianische Stahlwerk loszuwerden und damit unter das Amerika-Abenteuer einen Schlussstrich zu ziehen, schaut der Markt nun wieder auf das europäische Stahlgeschäft. Denn auch hier will und muss Thyssenkrupp eine nachhaltige Lösung finden. Erinnert sei daran, dass derzeit noch eine Fusion der Stahlsparte mit den Europa-Aktivitäten des indischen Stahlkonzerns Tata im Gespräch ist.[/vc_column_text][vc_column_text]Doch seit Monaten gibt es hier augenscheinlich keinerlei Verhandlungsfortschritte. Was nach Aussagen von Branchenexperten insbesondere damit zu tun hat, dass Tata milliardenschwere Pensionsverpflichtungen aus dem britischen Stahlgeschäft mitbringen würde. Außerdem drohen wohl umfangreiche Abschreibungen auf den Firmenwert der britischen Werke. Dies würde bedeuten, dass beide Unternehmen das neue Gemeinschaftsunternehmen mindestens zum Anfang mit viel Geld ausstatten müssten.[/vc_column_text][vc_column_text]Da man hier augenscheinlich in einer Sackgasse steckt, wird im Markt darüber spekuliert, welche Optionen Thyssenkrupp noch offen stehen. Allem Anschein nach wird nun auch ein möglicher Börsengang der Stahlsparte durchgerechnet. Aber auch hier gibt es viele Fallstricke. Denn auch die deutschen Stahlwerke von Thyssenkrupp ächzen unter milliardenschweren Pensionslasten (über 8 Mrd. EUR) sowie derzeit rund 5,4 Mrd. EUR Finanzschulden. Um hier bei einem Börsengang Interesse bei potenziellen Investoren zu erzeugen, müsste Thyssenkrupp die Stahlsparte nicht nur finanziell erheblich entlasten, sondern auch mit frischem Kapital ausstatten, um das Bilanzgerüst der Sparte aufzuhübschen.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Wenn sich Thyssenkrupp entscheidet, hier noch einmal einen letzten Versuch zu starten und dafür Geld in die Hand zu nehmen, dürfte ein Börsengang durchaus Chancen auf Erfolg haben. Denn vor allem bei den Private-Equity-Investoren ist derzeit viel  Geld unterwegs, das angelegt werden will. Dabei haben Finanzinvestoren wie beispielsweise CVC in den letzten Jahren auch verstärkt Industrieunternehmen als Ziele identifiziert.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“18476″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Für die Anleihen-Besitzer von Thyssenkrupp sind dies zweischneidige Ausblicke. Denn zum einen ist anzunehmen, dass der Mutterkonzern im Zuge eines Börsenganges der Sparte finanziell deutlich belastet wird. Zum anderen würde sich allerdings mittel- bis langfristig die Ertragsqualität des Konzerns nachhaltig verbessern und damit auch die Kreditqualität.[/vc_column_text][vc_column_text]Insofern können die jüngsten Abschläge in den Thyssenkrupp-Anleihen durchaus nachvollzogen werden, sollten allerdings eher als normale Preisanpassungen nach einem deutlichen Aufschlag gewertet werden. Unter dieser Prämisse raten wir dazu, die von uns empfohlenen Anleihen weiter zu halten.[/vc_column_text][vc_single_image image=“18480″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row]