[vc_row][vc_column][vc_column_text]Nach unserer letzten Besprechung in Ausgabe 05/17 haben sich die Ereignisse bei der britischen Co-operative Bank geradezu überschlagen. Denn nur knapp 14 Tage später hatte sich das Kreditinstitut selbst zum Verkauf gestellt. Will heißen, dass der Banken-Arm der gleichnamigen englischen Konsumgenossenschaft keinen eigenen Weg mehr aus der derzeitigen Misere finden kann oder möchte, sondern unter das Dach eines anderen Kreditinstitutes schlüpfen will.[/vc_column_text][vc_column_text]Und Interessenten gibt es augenscheinlich genug. Was auch nicht verwundert. Denn trotz der extrem angespannten
Finanzlage hat die Co-operative Bank immer noch mit einem besonderen Pfund zu wuchern: ihren rund 4 Mio. Kunden. Das ruft nicht nur Private-Equity-Investoren auf den Plan, sondern auch Wettbewerber. So wird derzeit in der Branche Finanzinstituten wie TSB, Clydesdale and Yorkshire Bank, Virgin Money und Santander ein Interesse nachgesagt.[/vc_column_text][vc_column_text]Aktuell werden TSB, die durch die spanische Banco Sabadell beherrscht wird, und Virgin Money die größten Chancen eingeräumt. Gerade Letztere überrascht, denn noch vor knapp einem Jahr sah die Stimmungslage bei diesem Kreditinstitut, das auf Immobilienkredite und private Spareinlagen fokussiert ist, deutlich negativer aus. Im Rahmen der Brexit-Entscheidung hatte entsprechend Richard Branson als Chef der Virgin-Holding gewarnt, dass sich die Wachstumsaussichten des Bankhauses deutlich eintrüben könnten.[/vc_column_text][vc_column_text]Inzwischen liegen die Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr vor und zeichnen ein durchweg positives Bild. So konnte Virgin Money seinen Vorsteuergewinn im letzten Jahr um ein Drittel auf rund 213 Mio. GBP steigern. Die eigene Kundenbasis wurde dabei um 15% auf 3,3 Mio. ausgebaut. Auf Basis dessen konnte Virgin Money allein sein Netto-Kreditvolumen im Hypothekenbereich um robuste 20% auf 4,3 Mrd. GBP steigern.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Diese vorteilhafte operative Entwicklung spiegelt sich auch im Kursverlauf der von uns empfohlenen Anleihe wieder. Seit Dezember letzten Jahres, als erste Anzeichen des starken Geschäftsganges im vergangenen Jahr sichtbar wurden, konnte der „ewige“ Bond deutlich im Kurswert zulegen. Das aktuelle Niveau dürfte dabei noch ausbaufähig sein, auch wenn damit zu rechnen wäre, dass bei einer erfolgreichen Übernahme von Co-operative Bank hier kurzfristig eine höhere Volatilität zum Zuge kommen dürfte.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“18486″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Die Tatsache, dass Co-operative Bank wohl auf absehbare Zeit in deutlich stärkere Hände kommt, hat sich auch in den eigenen Anleihen bereits widergespiegelt. Die in diesem Jahr fällige Anleihe hat wieder auf einen Erholungskurs zurückgefunden, da die Chancen inzwischen deutlich gestiegen sind, dass eine Tilgung des 400 Mio. GBP schweren Bonds im September planmäßig durchgeführt werden kann, wenn die Bank einen neuen Besitzer bekommt, der auch am Kapitalmarkt ein deutlich besseres Standing hat.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“18498″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Fazit: Obwohl der anstehende Brexit nach wie vor ein schwer zu kalkulierendes Risiko darstellt, hat der Markt hier inzwischen
eine im positiven Sinn abwartende Haltung eingenommen. Damit ist auch für die beiden genannten Anleihen eine weitere Halten-Empfehlung zu rechtfertigen.[/vc_column_text][vc_single_image image=“18494″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row]
