[vc_row][vc_column][vc_column_text]Der chinesische Parteikongress hat das eigentliche Problem wieder einmal in die Öffentlichkeit gezerrt: Das Wachstum in den Schwellenländern verlangsamt sich. Waren es in der letzten Dekade noch 8% in Asien, so sind es heute noch rund 6%. In Lateinamerika, Osteuropa und Afrika ging es von 5% auf 2 – 2,5% zurück.[/vc_column_text][vc_column_text]Wie in den Industrieländern liegt die Ursache des Rückgangs in der nachlassenden Dynamik der Produktivitätsverbesserungen. Obwohl der letzte volkswirtschaftliche Zahlenreigen die Erwartungen generell übertreffen konnte, zeigen die Einkaufsmanagerindizes und Industrieproduktion gemeinsam, dass die Verbesserung nicht von einem Anstieg der Produktion stammte, sondern als Effekt aus dem Abbau von Lagerbeständen resultierte. Lange dürfte sich dieser Trend also nicht mehr fortsetzen lassen.[/vc_column_text][vc_column_text]Mit einigen Ausnahmen: In Lateinamerika zeigen sich erst 2017 die positiven Effekte nach dem Rückgang des realen Wechselkurses in 2015 und 2016 und einer wieder expansiveren Geldpolitik. Auch in Russland sieht man einen nennenswerten Aufschwung nach einer lange andauernden Rezession. Hinzu kommt eine rückläufige Inflationsrate von nunmehr 4,6%. Es verbleiben also noch Potenziale.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]So passen in den Schwellenländern augenblicklich Anleiherenditen und Fundamentaldaten gleichermaßen zusammen. Das ist beruhigend. Potenziale dürfte es über das laufende Jahr allerdings nur geben, wenn auch das Wachstumsdifferential zwischen Schwellenländern und Industrienationen ansteigt. Denn wer würde schon riskantere Anlagen in der Peripherie wählen, wenn diese nicht gleichzeitig höhere Renditen offerieren würden?[/vc_column_text][vc_column_text]In der vergangenen Woche schloss der EURO-HighYield-Index bei einer Fälligkeits- bzw. Call-Rendite von nur noch 3,14% (siehe Chart). Unter normalen Umständen müsste der Markt nun von Neuemissionen geradezu überschwemmt werden.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“18457″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Doch auch hier kommt lediglich netto so viel Material an den Markt, wie durch Fälligkeiten und Kündigungen verschwindet. Eine Bedrohung ist das nicht gerade. Die Fundamentaldaten deuten gerade in diesem Segment darauf hin, dass Umsatz- und Margenwachstum (immerhin plus 9,2%) zu keinem Ausufern der Verschuldungsquote führen.[/vc_column_text][vc_column_text]Kurz: Der Markt fokussiert heute eher Geldpolitik und Inflationserwartungen. Die Inflationsrate hat zwischenzeitlich den  Zielkorridor der EZB erreicht, so dass als nächster Meilenstein der Anstieg in den Renditen bevorstehen müsste. Das träfe zwar  generell alle Festverzinslichen, lange Laufzeiten in besten Bonitäten jedoch umso mehr.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“18465″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][/vc_column][/vc_row]