Es ist gerade einmal fünf Monate her, dass die damaligen Fusionsverhandlungen zwischen der Deutschen-Telekom-Tochter T-Mobile US und dem Wettbewerber Sprint ergebnislos abgebrochen wurden. Damals wurde als Grund genannt, dass Sprint-Eigentümer Softbank nicht die Macht aus den Händen geben wollte. Doch scheint der Marktdruck stark genug gewesen zu sein, damit sich die Japaner es schnell anders überlegen. Denn am vergangenen Wochenende haben sich beide Unternehmen nun doch auf eine Fusion geeinigt.

Die Fusion soll dabei über einen reinen Aktientausch stattfinden. Geplant ist, dass T-Mobile US sämtliche Anteile von Sprint übernimmt und die Sprint-Aktionäre im Gegenzug für je 9,75 eigene Anteile eine neue Aktie von T-Mobile erhalten. Am Ende dürfte unter dem Strich ein Gemeinschaftsunternehmen stehen, das über rund 127 Mio. Kunden verfügt und einen Jahresumsatz von 76 Mrd. EUR aufweist. Damit machen beide Unternehmen, bislang dritt- und viertplatzierter im US-Mobilfunk, einen großen Schritt auf das Top-Duo AT&T und Verizon zu.

Der größte Gewinner der Transaktion dürfte die Deutsche Telekom als bisherige Muttergesellschaft von T-Mobile sein. Deren Beteiligung verringert sich zwar auf 42%. Doch über entsprechende Stimmrechtsvereinbarungen hält man zukünftig 69% der Stimmrechte und kann die Ergebnisse von T-Mobile entsprechend voll konsolidieren.

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