Der Schweizer Rückversicherer Swiss Re macht beim geplanten Börsengang seiner britischen Tochter Reassure Tempo. Wie das Unternehmen gerade bekannt gab, will man die Aktien zu einem Preis zwischen 280 und 330 GBP platzieren. Geplant ist, dass Swiss Re insgesamt 26% in den zukünftigen Free Float gibt. Weitere 15% könnten im Rahmen einer Mehrzuteilungsoption platziert werden. Damit geht der Schweizer Rückversicherer über die ursprünglichen Pläne hinaus. Diese sahen eigentlich nur eine Verringerung des Anteils von bislang 75% auf 50% vor. Weitere 25% liegen beim japanischen Versicherungskonzern MS&AD Insurance.

Die britische Tochter selbst betreibt ein so genanntes Run-off-Geschäft. D. h., sie kauft Lebens- und Rentenversicherungen und wickelt diese bis Ende der jeweiligen Laufzeit ab. Der Clou dabei: Je älter der Versicherungsbestand wird, desto weniger muss er mit Eigenkapital unterlegt werden. Daraus ergeben sich hohe Cash Flows und üppige Dividendenausschüttungen für die Anteilseigner. Allerdings gibt es einen negativen Effekt: Die Eigenkapitalrendite ist in der Regel deutlich geringer als in anderen Versicherungsbereichen.

Das dürfte auch der Grund sein, warum Swiss Re sich nun teilweise zurückzieht. Denn in den vergangenen Jahren wurde Swiss Re immer wieder kritisch  im Markt gesehen wegen einer eher schwachen Konzern-Eigenkapitalrendite. Hinzu kamen auch Sonderfaktoren. So konnte der Konzern in den vergangenen  zwei Jahren vor allem wegen höherer Zahlungen bei Schaden- Rückversicherungen nur schwache Ergebnisse präsentieren.

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