[vc_row][vc_column][vc_column_text]Nun dreht Staatspräsident Jacob Zuma offensichtlich völlig durch. Doch mit der Entlassung des Finanzministers Pravin Gordhan, der für eine einigermaßen seriöse Haushaltspolitik stand, sowie etlicher weiterer Minister, hat er den Bogen offensichtlich überspannt. Signalisiert er damit doch einen poltischen Kurswechsel, der an den Finanzmärkten sofort mit einem Absturz der Währung um rund 10% quittiert wurde.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“2/3″][vc_column_text]Gleiches gilt für die Börse. Das alte wie neue Hauptproblem ist die labile Konstitution der Regierungsallianz zwischen drei Parteien
(Democratic Alliance), welche die Regierungspartei ANC zudem auch in den eigenen Reihen spürt. Vizepräsident Cyril Ramaphosa von der Koalition warf Zuma vor, sich nicht an Absprachen zu halten. Und der Nachfolger Malusi Gigaba hat gegenüber den Ratingagenturen nicht das Standing seines Vorgängers, so dass die Ratingagentur Standard & Poor´s umgehend mit einem Downgrade der Bonität reagierte. Damit hat sie als Erste Südafrika zu einem Crossover-Kandidaten gemacht – und auch noch mit einem negativen Ausblick.[/vc_column_text][vc_column_text]Das eigentliche Problem resultiert aus dem mangelnden Wachstum der südafrikanischen Wirtschaft bei gleichzeitiger Zunahme der Staatsverschuldung. Zuma hatte schon seit längerem Reformen angekündigt, um Außenhandelsdefizit und Haushaltsdefizit zu verringern. Aber diese setzte er regelmäßig nicht um. Auch dieses Mal kündigte er „harte und unpopuläre“ Maßnahmen an, um die Wirtschaft wieder auf Kurs zu bringen. Offensichtlich glaubt ihm niemand mehr.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/3″][vc_single_image image=“18043″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Südafrika droht wieder eine Phase, in der wichtige Portfolio-Investitionen aus dem Ausland sich ins Gegenteil umkehren könnten. Das wiederum wird durch steigende ethnische Spannungen zwischen dem Stamm der Zulu und anderen bis hin zur Regierungskrise befeuert. Und die Tage der ANC, in die man seit Mandela viele Hoffnungen gesetzt hat, könnten ebenfalls gezählt sein.[/vc_column_text][vc_column_text]Kurz: Die Anleihen staatlicher und halbstaatlicher Emittenten in Hartwährung dürften am Ende keinem überbordenden Risiko ausgesetzt sein, also halten Sie diese. Die Währung jedenfalls wird in der nächsten Zeit zum Spielball der Politik werden. Wie lange das dauern wird, bleibt aus heutiger Sicht offen.[/vc_column_text][vc_single_image image=“18044″ img_size=“full“][vc_column_text]An dieser Stelle auch noch der kurze Blick auf unser Musterdepot Emerging Markets, in dem zwei Staatsanleihen der Republik Südafrika enthalten sind. Hier zeigen sich die jüngsten Turbulenzen besonders deutlich, da beide Südafrika-Anleihen noch vor 14 Tagen deutlich im Plus lagen. Doch auch hier sehen wir das weitere Abwärtsrisiko als zunehmend beschränkt an und raten dazu, investiert zu bleiben.[/vc_column_text][vc_single_image image=“18045″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row]