Der französische Autokonzern PSA möchte sich in Zukunft stärker außerhalb von Europa orientieren. Zwar hatte man bekanntlich erst die deutsche Opel übernommen. Doch nun will man es stärker in den Schwellenländern probieren. Als  erstes Ziel hat PSA dabei Indien herausgesucht. Das verwundert etwas, hat der Konzern doch mit dem indischen  Subkontinent durchaus schlechte Erfahrungen gemacht. Nachdem die Konzernmarke Citroën zuletzt in den dreißiger Jahren in  Indien vertreten war, hatte PSA 1990 versucht, den indischen Markt zu besetzen. Doch das misslang, so dass man sich schon 1997  wieder zurückzog. Folgende Pläne für eine Rückkehr wurden auf Eis gelegt, weil der PSA-Konzern selbst in Schwierigkeiten  geraten war.

Wenn man jetzt Indien verstärkt ins Visier nimmt, fängt man allerdings nicht komplett von null an. Denn man kooperiert schon mit dem Konglomerat CK Birla und betreibt in Indien gemeinsame Produktionskapazitäten. Diese sollen genutzt werden, um nun auch einen neuen SUV von Citroën als Erstes in Indien zu platzieren. Weitere Modelle sollen folgen. Aber Indien soll nur der Anfang sein. Denn man will auch weitere Schwellenländer ins Visier nehmen. Dabei könnte sogar eine komplett neue Marke für diese Märkte herausspringen. Neben den Schwellenländern möchte PSA-Chef Carlos Tavares aber auch den nordamerikanischen Markt zurückerobern. Hierbei soll ab 2026 Peugeot als Hauptmarke agieren. Unter dem Strich soll somit das derzeitige Ungleichgewicht im Umsatzmix behoben werden. Denn derzeit macht PSA rund 80% seines Absatzes in Europa.

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