Der österreichische Öl- und Gas-Konzern OMV hat seine Jahresbilanz präsentiert und dabei ein Rekordergebnis eingefahren. Wie das teilstaatliche Unternehmen mitteilte, konnte man im vergangenen Jahr seinen Umsatz um 13% auf 22,93 Mrd. EUR steigern. Vor Steuern verdiente das Unternehmen fast 3,3 Mrd. EUR, deutlich mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr. Das Nettoergebnis letztlich lag bei 1,993 Mrd. EUR nach nur 853 Mio. EUR in 2017.

Deutliche Wachstumszuwächse gab es bei den Produktionszahlen. Hier erreichte OMV eine Tagesproduktion an Öläquivalenten von 427.000 Barrel, ein Plus von 23% zu 2017. Im Ergebnis dürfen sich insbesondere die Aktionäre freuen, denn OMV schlägt eine Erhöhung der Ausschüttung von zuvor 1,50 EUR je Aktie auf 1,75 EUR vor.

Trotz dieses Rekordergebnisses ist ein Investment in OMV bekanntlich nicht ohne Risiko. Dies macht sich insbesondere an der Partnerschaft mit dem russischen Gas-Multi Gazprom fest. OMV ist Anteilseigner (10%) und Mitfinanzier an der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2. Hierfür hat OMV bereits 600 Mio. EUR gezahlt, weitere 350 Mio. EUR sind noch fällig. Wie wir schon des Öfteren schrieben, ist diese Pipeline insbesondere den Amerikanern ein Dorn im Auge. Diese machen massiv Druck insbesondere auf deutsche Unternehmen, sich aus diesem Projekt zurückzuziehen. Zwar ist OMV bislang noch nicht direkt von Sanktionen bedroht, aber auszuschließen ist dies nicht. Dennoch zeigt sich das Unternehmen bislang unbeeindruckt.

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