Wer sich mit dem finnischen Telekomausrüster Nokia schon länger beschäftigt, weiß um den Wert seines Patent-Portfolios. Insofern ist es auch kein Wunder, dass Nokia hier mit Argusaugen wacht und sich die Nutzung der Patente entsprechend bezahlen lässt. Das bedeutet auch immer wieder regelmäßig Streit mit Nutzern, so in den letzten Jahren auch mit dem deutschen Premium-Autohersteller Daimler.

Die Sache ging sogar bis zum Europäischen Gerichtshof. Doch hat man sich nun überraschend außergerichtlich geeinigt. Wobei das eigentlich nur der Auftakt für ein weit lukrativeres Lizenzgeschäft werden könnte, da die jetzige Einigung nur 3G- und 4G-Lizenzen umfasst. Dabei ist schon jetzt abzusehen, dass die auch von Nokia gehaltenen 5G-Patente für Daimler mit Blick auf Anwendungen wie autonomes Fahren weitaus wichtiger sein werden und Nokia sich das natürlich wahrscheinlich auch teurer bezahlen lässt.

In diesem Zusammenhang als Fußnote: Nokia hatte in einem ähnlichen Streit ebenfalls eine Einigung mit dem chinesischen PC-Hersteller Lenovo und dem südkoreanischen Tech-Giganten Samsung erzielt. Andere Automobilhersteller wie Audi, BMW oder Volkswagen zahlen ebenfalls schon Lizenzgebühren für entsprechende Mobilfunk-Patente.

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