Der Großhändler Metro ist immer noch für eine Schlagzeile gut. Letztes Jahr hatten wir noch einmal die jüngsten  Geschäftsergebnisse und den Ausblick auf das laufende Jahr kommentiert. Nun rückten wieder Meldungen in  den Vordergrund,  wie es um die Machtverhältnisse im Konzern bestellt ist. Denn:

Die Investmentgesellschaften der beiden Gründerfamilien Beisheim und Schmidt (Beisheim-Gruppe und Meridian-Stiftung)  haben ihre Beteiligungen an Metro aufgestockt. Gemeinsam bringen sie es jetzt auf einen  Anteil von 23,06%. Das liegt zwar  momentan noch unter der offiziellen Grenze für  eine Sperrminorität von 25%. Doch auf den kommenden Hauptversammlungen  dürfte ohne Beisheim/Meridian zukünftig nichts mehr gehen (was sich aus bisherigen Erfahrungen  hinsichtlich der Teilnahme des Stimmrechtskapitals ergibt).

Damit haben beide Aktionäre erneut klar Position gegen den tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky bezogen. Dieser hatte im  letzten Sommer  bekanntlich ein freiwilliges Übernahmeangebot zu 16 EUR je Aktie unterbreitet,  was allerdings nicht gelang.  Deshalb hatten Beisheim und Meridian schon ihren früheren Pool-Vertrag aufleben lassen. Nun also ein weiterer Schritt  gegenüber  Kretinsky, der mit seiner Gesellschaft EP Global Commerce bei 29,99% der Anteile liegt.

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