Der Großinvestor hat beim französischen Einzelhändler Casino Guichard seine Beteiligung aufgestockt. Anfänglich war er über  seine Investmentgesellschaft Vesa Equity mit 4,63% beim angeschlagenen Unternehmen eingestiegen. Nun sind es inzwischen  5,64% geworden, was vom Unternehmenschef Jean-Charles Naouri  begrüßt wurde. Denn nachdem der bisherige Großaktionär  Rallye seit letztem Jahr in Gläubigerschutz ist, fürchtet  Casino, zum Ziel des Konkurrenten Carrefour zu werden.

Wie realistisch solche Überlegungen sind, bleibt dahingestellt. Tatsache ist, dass Kretinsky wieder einmal die Gunst der Stunde sieht, da Casino einerseits nach wie vor operativ angeschlagen ist, was sich auch im Aktienkurs widerspiegelt.  Andererseits gibt es auch einige Fortschritte, die durchaus das Potenzial einer besseren Perspektive haben.

Rein operativ konnte Casino Guichard für das Schlussquartal 2019 nur schwache Zahlen präsentieren. Insgesamt gingen die  Umsätze um 1,4% auf 9,23 Mrd. EUR zurück. Insbesondere der französische Markt zeigte sich mit einem Rückgang um 4,3%  besonders schwach. Casino begründete dies insbesondere mit den Folgen der Streiks von Transportarbeitern. Das dürfte sich  auch in der Gesamt-Jahresbilanz 2019 negativ auswirken. Statt eines bisher erwarteten Anstiegs beim Handelsgewinn um 10%  rechnet das Unternehmen nur noch mit 5% plus.

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