Seit mittlerweile sechs Wochen wird hinter den Kulissen über Staatshilfen für die Deutsche Lufthansa verhandelt. Wir hatten Ihnen in Ausgabe 18/20 schon dargestellt, wo hier die Knackpunkte sind.

Um es verkürzt darzustellen: Die Lufthansa braucht Geld, aber keinen Staatseinfluss auf das operative Geschäft. Die Bundesregierung im Gegenzug ist sich momentan noch relativ uneins, welches Beteiligungsmodell man tatsächlich bevorzugen sollte. Während die eher konservativen Kräfte in Richtung Bürgschaften und stille Beteiligungen denken, will insbesondere die SPD-Fraktion eine tatsächliche direkte Beteiligung von 45% plus einer „goldenen“ Aktie inklusive eines Aufsichtsratssitzes. Letzteres würde am Ende wirklich bedeuten, dass der Staat ins operative Geschäft hineinreden könnte, beispielsweise auch in Fragen von Dividendenzahlungen oder Zukäufen bzw. Verkäufen.

Natürlich ist das Gezerre um die Details absolut kontraproduktiv. Denn der Lufthansa läuft offenbar die Zeit genauso weg, wie es bei TUI der Fall ist. Wobei Lufthansa-Chef Carsten Spohr nach wie vor in der Hinterhand die Insolvenz-Karte hat. Das wäre ein absolutes  Armutszeugnis für den Wirtschaftsstandort Deutschland mit nicht einplanbaren Konsequenzen. Wobei klar ist:

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