Der geplante Zusammenschluss zwischen dem deutschen Industriegase-Spezialisten Linde und dem amerikanischen Wettbewerber Praxair wackelt erneut. Zwar hatte Anfang der Woche die EU-Kommission der Fusion unter Auflagen zugestimmt. Und auch aus Brasilien kam inzwischen das OK. Doch gibt es Gegenwind von anderen Wettbewerbsbehörden.

Federführend dabei sind erneut die USA. Dort hatte die zuständige Federal Trade Commission erst kürzlich Bedenken angemeldet. Das kam überraschend, wenn man bislang auf Unternehmensseite davon ausging, dass die schon gemachten Zugeständnisse ausreichen würden. Aber auch andere Behörden wie aus China, Indien und Südkorea äußerten sich zuletzt kritisch gegenüber den Plänen.

Das Problem: In den Fusionsvereinbarungen haben beide Firmen eine Obergrenze definiert, was die notwendigen Anteilsverkäufe angeht, um die Zustimmungen der Wettbewerbsbehörden zu erreichen. Diese Grenzen liegen bei 3,75 Mrd. EUR Umsatz und 1,1 Mrd. EUR operativer Gewinn. Sollten diese Grenzen überschritten werden, könnten beide Fusionspartner den Vertrag aufkündigen.

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