In 2017 hatten wir Anleihen der staatlichen International Bank of Azerbaijan gekauft. Die Bank ist jedoch in Zahlungsschwierigkeiten geraten, so dass die Anleihen restrukturiert wurden. Es musste ein Haircut in Kauf genommen werden und die Investoren bekamen Anleihen des Staates Azerbaijan.

Gut ein Jahr nach der Restrukturierung gehören die Staatsanleihen eher zu den Underperformern. Ein möglicher Erklärungsgrund für diese Schieflage ist das sehr hohe Türkei-Exposure des Landes. Dies betrifft vor allem den Handel als auch die Investitionen. Die Zahlungsfähigkeit des Landes ist natürlich auch sehr stark von der Entwicklung des Ölpreises abhängig. Und wie schnell hier das Licht ausgehen kann, haben wir im Fall International  Bank of Azerbaijan gesehen. Solange der Kurs  noch knapp unter pari liegt, möchten wir uns von der Position verabschieden.

Als Ersatz für die Staatsanleihe schlagen wir eine Anleihe des türkischen Getränkekonzerns Anadolu Efes vor. Es ist zwar ein türkisches Unternehmen, doch es lohnt sich ein genauer Blick. Aufgrund der politischen Lage ist der Kurs der Anleihe deutlich heruntergekommen. Die Analysten von JPMorgan haben eine Währungssensitivitätsanalyse durchgeführt und festgestellt, dass der Leverage auf das 1,7fache steigen würde. Im aktuellen Umfeld weist das Unternehmen einen Hebel vom 1,6fachen aus. 

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