Mit einigem Erstaunen wurde am Montag der erfolgreiche Abschluss des Handelspakts mit Mexiko im Rahmen des  Freihandelsabkommen Nafta aufgenommen. Und auch mit dem Nachbarn und Nafta-Mitglied Kanada sollen die Verhandlungen laut dem US-Präsidenten Trump sehr weit fortgeschritten sein.

Überraschenderweise gibt es im Streit um die US-Einfuhrzölle erste Ausnahmen für diverse lateinamerikanische Länder. Dass Trump offensichtlich zurückrudert, begünstigte die Kursentwicklung der US-Aktienmärkte. Hinzu kam mit 4,2% ein unerwartet kräftiges Wachstum der US-Wirtschaft im vergangenen Quartal, das die positive Grundstimmung noch befeuerte.

Leider bekamen die Aktienmärkte im Rest der Welt nur einige Krümel vom Kuchen ab, denn hier zeigte man bisher noch keinerlei Einlenken in Sachen Strafzölle. Die Berichtssaison liegt zwischenzeitlich in den letzten Zügen, wobei auch hier am Ende die US-Unternehmen weitaus mehr positive Überraschungen in den Gewinnen des zweiten Quartals kredenzten als die Europäer.

Als zusätzliche Bremsklötze für die Europäer muss man auch die erneute Schwäche der türkischen Lira und die steigende Wahrscheinlichkeit eines harten Brexits sehen. In einem solchen Umfeld unklarer Perspektiven fällt sorgloses Investieren einfach schwer. Ebenso geht es den Asiaten im Hinblick auf die weitere konjunkturelle Entwicklung von China.

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