In der vergangenen Woche hatten wir erst über neue Zahlen der britischen Bank Virgin Money berichten können. Dies mit einem positiven Trend für das Institut aus dem Richard-Branson-Imperium. Doch nun gibt es gleich noch einen komplett neuen Dreh.

Die CYBG Plc hat ein Angebot über insgesamt 1,6 Mrd. GBP offeriert. Damit will man insgesamt 36,5% von Virgin Money übernehmen. Aktionäre von Virgin Money erhalten pro eigener Aktie 1,1297 neue Aktien. Hinter CYBG verbirgt sich die Holding der beiden britischen Banken Clydesdale Bank und Yorkshire Bank. CYBG ist quasi Resultat der Finanzkrise. Die 1838 in Glasgow gegründete Clydesdale Bank gehörte ursprünglich zur Midland Bank und landete 1987 bei der National Australia Bank. Die NAB  verließ allerdings inzwischen den britischen Markt. Zuvor bündelte man Clydesdales und Yorkshire Bank in der Holding CYBG.

Die Holding will nun zur führenden Challenger Bank in Großbritannien werden. Dahinter verbergen sich Kreditinstitute, die Wettbewerb gegen die großen Privatbanken machen und Privat- und Mittelstandskunden ansprechen. Virgin Money mit seinen bereits beschriebenen Mittelstands-Aktivitäten würde hier sicherlich gut reinpassen. Allerdings ist fraglich, wie Großaktionär Richard Branson (mit immerhin 34,8% Beteiligung) diese Offerte bewertet.

Dieser Inhalt ist nur für ICM Premium Mitglieder abrufbar.
Einloggen Registrieren