Beim Schweizer Wettbewerber Swiss Re hinterließ der Bericht zum ersten Quartal bei den Anlegern eher gemischte Gefühle. So meldete der Rückversicherer einen Nettogewinn von 457 Mio. Dollar. Dieser lag damit knapp ein Drittel unter den  Vorjahreswerten. Das begründete das Unternehmen mit einer Veränderung in seinen Bilanzierungsvorschriften. Konkret geht es um die Wertveränderungen im Aktienportfolio, die zukünftig mit einbezogen werden. Angesichts des volatilen Charakters dieser Position müssen  sich Anleger wohl auf etwas schwerer zu interpretierende Zahlen in Zukunft einrichten. Deshalb dürfte auch das Gewicht bei den Beurteilungen zunehmend auf den operativen Werten liegen. Hierbei erreichte Swiss Re im Auftaktquartal durchaus positive Ergebnisse.

So konnte die Sparte Schaden- und Unfall-Rückversicherung von deutlich geringeren Schäden profitieren. Der Schaden-Kosten-Satz verringerte sich auf 92% nach 95,6%. Dabei handelt es sich um eine der wichtigsten Profitabilitäts-Kennziffern in der Versicherungsbranche Mit der Faustformel, je niedriger der Satz, desto profitabler das Geschäft. Beim Gewinn konnte Swiss Re übrigens trotz des deutlichen Rückgangs immer noch die Analystenerwartungen schlagen. Diese hatten bei 447 Mio. USD gelegen.

Was die Anleger noch beschäftigte: Wie geht es mit den Verhandlungen zwischen Swiss Re und der japanischen Softbank weiter? Die Diskussionen über einen Einstieg der Japaner scheinen inzwischen zunehmend ins Nirgendwo zu führen. Was auch damit zu tun haben dürfte, dass statt einer signifikanten Beteiligung von 25% die Schweizer eigentlich nur 10% abgeben wollen. Und das nicht einmal über eine Kapitalerhöhung. So wird kolportiert, dass der Technologie-Investor Softbank langsam die Lust an einem Einstieg verliert.

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