[vc_row][vc_column][vc_column_text]Der Verkauf der HSH Nordbank an die beiden Private-Equity-Investoren Cerberus und J.C. Flowers kommt ins Schlingern. Dabei entzündet sich der neue Streit an gegenteiligen Vorstellungen zum zukünftigen Einlagenschutz. Als Landesbank ist die HSH noch im Sicherungsverbund der Sparkassen. Nach einem Verkauf soll und muss die Bank in das Einlagensicherungssystem der privaten Banken wechseln. Soweit erst einmal die klaren Aspekte.[/vc_column_text][vc_column_text]Doch damit fangen die Probleme erst richtig an. Denn es gilt für den Ausstieg aus der öffentlich-rechtlichen Absicherung eine Frist von zwei Jahren. Demgegenüber muss die HSH vor Aufnahme bei den privaten Banken eine Bewerbungsfrist von drei Jahren hinter sich bringen. Klingt einfach, doch der Bundesverband deutscher Banken hebt schon einmal das Stoppschild hoch. Dem ursprünglichen Gedanken, dass quasi die Bewerbungsfrist noch unter einem öffentlich-rechtlichen Sicherungsdach beginnt, erteilte er eine Absage.[/vc_column_text][vc_column_text]In der Praxis würde dies heißen, dass die HSH drei Jahre am Stück ohne entsprechendes Einlagensicherungssystem am Markt unterwegs sein müsste. Das wollen natürlich die potenziellen Käufer nicht riskieren und versuchen, eine entsprechende Drohkulisse hinsichtlich eines Scheiterns des Verkaufes aufzubauen. Laut Kaufvertrag ist zwar die Mitgliedschaft im Einlagensicherungssystem der Privatbanken keine Voraussetzung für die generelle Übernahme. Doch ohne Einlagensicherung dürfte die europäische Bankenaufsicht der Übernahme kaum zustimmen.

[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Was bedeutet das nun für die Anleihenbesitzer? Wir hatten schon bei unserer letzten Besprechung in Ausgabe 09/18 darauf  hingewiesen, dass die Käufer augenscheinlich massiv Anleihen der HSH aufgekauft haben und damit das Risiko besteht, dass bei einem  Anteil von über 75% des ausstehenden Volumens der Rest für wertlos erklärt werden könnte. Mit solch einem Szenario vor Augen hatten wir  dazu geraten, alle EUR-Emissionen zu verkaufen und die von uns bis dato favorisierte USD-Anleihe mit Stopp-Loss zu versehen.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“23330″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Mittlerweile hat sich hier die Kursentwicklung weiter verschlechtert. Unter dieser Maßgabe und dem deutlichen Risiko, dass am Ende der Verkauf mit ungewissen Folgen für die Anleihen scheitern könnte, würden wir jetzt auch hier zum Verkauf raten.[/vc_column_text][vc_single_image image=“23334″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row]