Der Rückversicherungskonzern Hannover Rück steht nach den ersten drei Quartalen des Jahres mehr als solide da. Obwohl es im  dritten Quartal mit Großschäden bei einigen Wirbelstürmen und der Pleite des Touristikkonzerns Thomas Cook etwas rauer zuging,  konnte der Rückversicherer für die ersten neun Monate insgesamt einen Zuwachs bei den Nettoprämien um 12,6% und bei den  Bruttoprämien sogar um 16% ausweisen. Dank eines starken Anlageergebnisses konnte nicht nur der operative Gewinn (EBIT) um  20,6% auf 1,395 Mrd. EUR zulegen, sondern auch erstmals ein Nettogewinn von über 1 Mrd. EUR ausgewiesen werden.

Apropos Schäden: Nach dem teuren Horrorjahr 2017 sieht alles danach aus, als wenn Hannover Rück sein eingeplantes Budget für Schadensregulierungen bei weitem nicht ausschöpfen muss. Dieses liegt bislang bei 875 Mio. EUR, nach 9 Monaten wurden davon nur 546 Mio. EUR in Anspruch genommen. Da insbesondere die Hurrikansaison im Atlantik und Pazifik theoretisch Ende November abgeschlossen ist, stehen die Chancen nicht schlecht, das hier nichts Großes mehr hinterherkommt.

Deshalb hat Hannover Rück nun auch das Gewinnziel für das Gesamtjahr angehoben. Nun peilt man einen Konzerngewinn von 1,25 Mrd. EUR nach bislang prognostizierten 1,1 Mrd. EUR an. Gelänge Hannover Rück diese Verbesserung, wäre das ein sattes Plus von 18% zum Vorjahr.

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