General Motors präsentierte beeindruckende Finanzergebnisse für das dritte Quartal. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um über 5% auf 44,1 Mrd. USD und übertraf damit die Erwartungen der Analysten, die durchschnittlich nur mit einem Betrag von 42,48 Mrd. USD gerechnet hatten. Auch der bereinigte operative Gewinn und der Gewinn pro Aktie lagen deutlich über den Prognosen. Das Unternehmen erzielte einen operativen Gewinn (EBIT) von 3,56 Mrd. USD (Prognose: 3,28 Mrd. USD) sowie einen Gewinn pro Aktie von 2,28 Dollar (Erwartung: 1,87 USD).
Allerdings gibt es auch negative Nachrichten für das Unternehmen. Aufgrund einer kurzfristig erwarteten geringeren Nachfrage nach Elektrofahrzeugen reduziert General Motors seine geplanten Produktionssteigerungen. Außerdem wird die geplante Zusammenarbeit mit Honda Motor zur Entwicklung von Elektrofahrzeugen abgebrochen.
Darüber hinaus hat General Motors immer noch Schwierigkeiten mit der Auto-Gewerkschaft UAW und hat daher vorläufig seine Prognose für das Jahr 2023 zurückgenommen. Der Konzern aus Detroit gab sein bisheriges Gewinnziel für das Gesamtjahr in einer Spanne von 9,3 bis10 ,7 Mrd. USD auf. Es wurden bereits Kosten in Höhe von 200 Mio. USD pro Woche aufgrund des Produktionsausfalls verursacht. Seit Streikbeginn belaufen sich die Belastungen nun auf 800 Mio. USD, sagte der Finanzvorstand von GM, Paul Jacobson, am Dienstag. UAW fordert eine Gehaltserhöhung um 40% über einen Zeitraum von viereinhalb Jahren. Im Gegensatz zu den beiden Konkurrenten Ford und Stellantis will GM der UAW kein Streikrecht bei drohender Schließung von Standorten einräumen. Weiter halten.

