Der amerikanische Autohersteller General Motors hat im sprichwörtlichen Sinn die Faxen dicke. Wie das Unternehmen bekannt gab, kauft man den bisherigen Mit-Eigentümer an der Mobilitätstochter Cruise – die japanische Softbank – für 2,1 Mrd. USD heraus. Cruise entwickelt selbst fahrende Fahrzeuge, sogenannte Robo-Taxis. 2018 war Softbank hier eingestiegen mit 900 Mio. USD und hatte zusätzliche Investitionen von 1,35 Mrd. USD versprochen.

Diese sind bislang allerdings nicht gezahlt worden und angesichts der Schwierigkeiten im SoftbankPortfolio (wie zum Beispiel bei der wichtige Beteiligung Alibaba) war wohl jetzt auch nicht mehr damit zu rechnen. So hat General Motors die Reißleine gezogen, Softbank sicherlich üppig ausgezahlt und will nun diese 1,35 Mrd. USD selbst in Cruise investieren. Der Autohersteller hält damit inzwischen 80% an Cruise, weitere Minderheitsaktionäre sind Microsoft, Walmart und Honda Motor.

Damit stellt General Motors auch die Weichen für weitere Überlegungen, was mit der Tochter später passieren soll. Schon seit  längerem wird im Markt darüber spekuliert, dass Cruise komplett abgespalten, womöglich auch an die Börse gebracht werden soll. Jetzt hat GM klargemacht, dass man mit diesem aktuellen InvestmentSchritt auf jeden Fall erst einmal das Geschäft richtig voranbringen möchte und dann wohl in ein paar Jahren die entsprechenden Optionen diskutieren will.

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