General Motors fährt Milliardenverlust ein

//General Motors fährt Milliardenverlust ein

General Motors fährt Milliardenverlust ein

Das Szenario ist bekannt und wirkte sich bereits bei vielen US-Firmen im letzten Quartalsbericht 2017 hemmend aus: Die Ende vergangenen Jahres beschlossene Steuerreform sorgte auch beim Autobauer General Motors für belastende Sondereffekte, weil Steuergutschriften neu bewertet werden mussten. So wies der Konzern letztlich einen Verlust von knapp 5,2 Mrd. USD aus. Im Vorjahreszeitraum hatte man noch einen Gewinn von 1,8 Mrd. USD erwirtschaften können. Allerdings:

Bei den operativen Zahlen hellte sich der Ergebnisausweis etwas auf. Mal ganz abgesehen davon, dass hier natürlich weiterhin positive Vorzeichen dominierten, konnte General Motors seinen operativen Gewinn auf Ebene EBIT um fast ein Fünftel auf 3,1 Mrd. USD verbessern. Im Endeffekt wies der Automobilkonzern für das Gesamtjahr 2017 einen operativen Gewinn von gut 10 Mrd. USD aus, ein Plus zum Vorjahreszeitraum von einem halben Prozent.

Dieser Anstieg ist auf den ersten Blick zwar minimal, wird aber dadurch bemerkenswert, dass die Umsatzentwicklung negativ verlief. So musste der Konzern im vierten Quartal einen Erlösrückgang um 5,5% hinnehmen. Im Gesamtjahr gingen die Umsätze um 2,4% auf rund 145,6 Mrd. USD zurück. Wobei hier zwar auch der im vergangenen Jahr vollzogene Verkauf von Opel an die französische PSA Group eine Rolle spielte. Doch besonders im nordamerikanischen Heimatmarkt liefen die Geschäfte mit einem Umsatzrückgang um fast 9% im vierten Quartal sichtbar schlechter.

So war der ausgewiesene Gewinnanstieg einzig Erfolgen bei Kostensenkungen zu verdanken. Was natürlich Fragen aufwirft, wie es in diesem Jahr weitergehen soll. Denn Kostenersparnisse sind endlich. GM will auf jeden Fall sein Geschäft mit Pick-ups und Crossover-Modellen noch weiter forcieren, da hier derzeit die stärkste Nachfrage bei den Endverbrauchern festzustellen ist. Außerdem hofft man natürlich, dass die starke Geschäftsentwicklung in China vorerst weiter anhält.

Fazit: Wie bei vielen anderen Firmen sollte das Ergebnis für das 4. Quartal unter der Einflussnahme der Steuerreform abgehakt werden.  Wichtig für GM in diesem Jahr ist es, im Heimatmarkt die Absatzrückgänge mindestens zu stabilisieren. Außerdem ist darauf zu setzen, dass in diesem Jahr insgesamt positive Steuereffekte das Ergebnis beeinflussen könnten. Insofern bleibt der Autohersteller ein interessantes Investment.

Das gilt auch, obwohl zuletzt die von uns empfohlenen Anleihen deutlicher unter Druck geraten waren. Dies sicherlich geschuldet den  entsprechenden Sorgen hinsichtlich steigender Marktrenditen. Wir würden dennoch davon ausgehen, dass auf dem erreichten Niveau der Verkaufsdruck deutlich nachlässt und sogar wieder Chancen auf eine Erholung bestehen. Deshalb raten wir hier zum weiteren Halten.

Von | 2018-02-08T15:29:51+00:00 08.02.2018|Kategorien: Anleihenmarkt|Kommentare deaktiviert für General Motors fährt Milliardenverlust ein

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