Nachdem der angeschlagene Industrieriese im vierten Quartal des vorigen Geschäftsjahres wieder in die schwarzen Zahlen kam, steht weiterhin das Thema Asset-Verkäufe ganz oben auf der Agenda. Wir hatten Anfang des Jahres dazu schon berichtet. Damals ging es um den möglichen Verkauf der Leasingsparte, die mit rund 40 Mrd. USD bewertet wird. Bislang ist bei diesem Thema nichts weiter passiert, dafür liefert General Electric einen anderen Ansatz.

Denn der Konzern kündigte nun an, seine Biopharma-Sparte an den Mischkonzern Danaher zu verkaufen. Ein Deal, der durchaus sein Geschmäckle hat. Denn der aktuelle Chef von General Electric, Larry Culp, war von 2001 bis 2014 selbst CEO bei Danaher. Darüber hinaus ändert er mit diesem Verkauf die eigentlich bis dato gültige Strategie, das gesamte Healthcare-Geschäft an die Börse zu bringen. Mit der Herauslösung der Biopharma-Sparte scheint dieses Projekt erst einmal vom Tisch zu sein, ohne dass neue Optionen bereits bekannt sind.

Finanziell lohnt sich die Sache für General Electric alle Mal. Denn man wird für den Verkauf rund 21,4 Mrd. USD einnehmen. Diese sollen überwiegend in den weiteren Schuldenabbau fließen. Aktuell lasten rund 100 Mrd. USD auf der Bilanz. Zwar entspricht das Verhältnis Nettoschulden zu EBITDA derzeit nur einem moderaten 2fachen. Allerdings hatte General Electric in vergangenen Jahren zunehmend augenscheinlich Schwierigkeiten, die Gesamtlast finanziell zu schultern.

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