Und es geht weiter mit den Asset-Verkäufen. Denn General Electric hat einen Megadeal mitten in der größten Luftfahrtkrise seit eigentlich Menschengedenken auf den Weg gebracht. Man will seine Flugzeugleasing-Tochter GECAS für mehr als 30 Mrd. USD (in bar und neuen Aktien) an den Branchenführer Aercap verkaufen. Das neue Unternehmen hätte in seinem Bestand mehr als 2.000 Flugzeuge und rund 300 Hubschrauber. Damit wäre man rund dreimal so groß wie die Nummer 2. Was wohl bedeutet, dass man ein Ja der Wettbewerbshüter nur dann bekommt, wenn man wohl hunderte Flugzeuge abgeben wird. Doch das scheint derzeit nicht das Grundproblem zu sein.

Für General Electric wäre dieser Deal einer der großen Befreiungsschläge, um den riesen Schuldenberg abzubauen. Das Unternehmen, das sich seit inzwischen drei Jahren einen kompletten Umbau verordnet hat, könnte damit die bisherige Schuldenlast von derzeit knapp 75 Mrd. USD signifikant senken. So hat zwar die Ratingagentur Moody´s den Ausblick weiterhin auf negativ belassen, aber durchaus signalisiert, dass das aktuelle Rating von Baa1 für die ungesicherten Senior-Anleihen durchaus auch ein Upgrade bekommen könnte. Dabei geht es vor allem auf um weitere Verbesserung der Margen und Cashflows, aber eben auch um eine deutliche Verbesserung der bisherigen Schulden-Ratio. Per Ende 2020 lag die Ratio Nettoverschuldung zum EBITDA beim 4fachen. Moody´s stellt hier ein Verhältnis von Schulden zu EBITDA von unter 2,5 als Voraussetzung für eine Hochstufung in Aussicht.

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