Die vergangenen Wochen stürzten den russischen Gasmonopolisten Gazprom in ein Wechselbad der Gefühle. Dies hatte fast ausschließlich mit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump zu tun. Denn zum Auftakt seiner Europareise nach Großbritannien und zur NATO sorgte Trump mit heftigen Attacken gegen die geplante Ostsee-Pipeline für höchste Nervosität bei den Russen.

Wer Trump kennt, weiß, dass er mit Überspitzungen nicht sparsam ist. So war von einer Geiselhaft Deutschlands durch die Pipeline die Rede und auch von der Drohung, dass beteiligte Firmen US-Sanktionen zu fürchten hätten, wie schon in Ausgabe 28/18 berichtet.

Entsprechend gespannt schaute Gazprom dann auch nach Helsinki, wo sich Trump mit dem russischen Präsident Vladimir Putin traf. Und das Aufatmen war wohl in gewisser Weise bis hinter den Ural zu hören. Denn Trump erneuerte zwar grundsätzlich seine Kritik an der Pipeline, setzte sie allerdings inzwischen eher in den Kontext eines Marktwettbewerbes. Schließlich will Trump der heimischen Flüssiggas-Industrie den Weg nach Europa ebnen.

Dieser Inhalt ist nur für ICM Premium Mitglieder abrufbar.
Einloggen Registrieren