Der schwedische Telekomausrüster Ericsson konnte mit seinen Zahlen für das 1. Quartal den im letzten Jahr  begonnenen Turnaround bestätigen und verstetigen. So erreichte das Unternehmen ein Umsatzplus um 7% auf knapp 49 Mrd. SEK,  umgerechnet rund 4,7 Mrd. EUR. Dies war das dritte Quartal in Folge mit positiven Zuwachsraten, die sich dann auch im Ergebnis  widerspiegelten. Denn auch hier konnte Ericsson Verluste aus dem Vorjahreszeitraum in Gewinne drehen. Operativ verdiente der Konzern  4,9 Mrd. SEK nach einem Verlust von 0,3 Mrd. SEK im Vorjahr. Netto blieben 2,4 Mrd. SEK über nach einem Verlust von 0,7 Mrd. SEK im  Vorjahr.

Dabei schwimmt Ericsson nach wie vor auf der Erfolgswelle des neuen Mobilfunkstandards 5G. Ein Blick in die Details zeigt allerdings, dass dies momentan noch eine recht einseitige Angelegenheit ist. Denn Ericsson profitiert vor allem vom nordamerikanischen Markt, wo die Lizenzierung der neuen 5G-Frequenzen längst abgeschlossen ist und die Telekom-Firmen kräftig investieren. In Nordamerika konnte sich Ericsson inzwischen vor dem Wettbewerber Nokia als Marktführer positionieren. Wobei auch hilfreich war, dass bekanntlich die beiden chinesischen Ausrüster Huawei und ZTE wegen Sicherheitsbedenken nicht zum Zuge kommen.

Ein Umstand, der auch Ericsson nicht kalt lässt. Denn im Gegenzug ist der Ausrüster im chinesischen Markt ins Visier der  Behörden geraten. Ericsson werden Unregelmäßigkeiten bei der Lizenzvergabe vorgeworfen. Welche Konsequenzen das haben könnte,  bleibt noch ungewiss. Ungewiss bleibt auch, was in den USA im Anschluss an die noch laufende Untersuchung der Börsenaufsicht SEC auf den  Konzern wartet. Ericsson hat hier allerdings schon signalisiert, dass man mit erheblichen finanziellen Konsequenzen rechnet. Das lässt den  Markt vorerst allerdings kalt. Zumal darauf gesetzt wird, dass auch in anderen Regionen der Welt das 5G-Thema an Dynamik gewinnt.

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