Während die internationalen Schlagzeilen immer noch den möglichen Handelskrieg zwischen den USA und China thematisieren, überrascht das Reich der Mitte an anderer Stelle positiv. Denn die heimische Wirtschaft zeigte sich im ersten Quartal des laufenden Jahres unerwartet robust. Wie gemeldet wurde, stieg das Bruttoinlandsprodukt um 6,8% und blieb damit auf dem Niveau der beiden vorhergehenden Quartale. Im Konsens hatten die Analysten hier mit einem leichten Rückgang auf 6,7% gerechnet.

Für den weiteren Ausblick gibt sich China optimistisch. So wurde aus dem staatlichen Statistikbüro erklärt, dass man die chinesische Wirtschaft trotz des Handelskonfliktes mit den USA für sehr widerstandsfähig hält. Mit einer Dämpfung des Wachstumstempos wird deshalb nicht gerechnet. Natürlich sind solche Äußerungen politisch motiviert. In diesem Fall entbehren sie allerdings nicht einer gewissen Unterstützung durch die Realität. Das hat vor allem damit zu tun, dass sich die Gewichtungen beim BIP zunehmend verschieben.

War früher insbesondere das Exportergebnis das ausschlaggebende Argument für das Wachstumstempo, ändert sich das inzwischen. Denn insbesondere der private Konsum sowie der Dienstleistungssektor gewinnen an Stärke und Einflusskraft. Was erneut ein Ausweis dafür ist, dass China der bislang noch weltgrößten Wirtschaftsmacht USA nicht nur in der Größenordnung auf den Fersen ist, sondern auch letztlich in der Struktur.

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