Auch wenn noch kaum jemand ernsthaft glaubt, dass Boeing als nach wie vor unangefochtener Marktführer bei Flugzeugen  dauerhaft von den jetzigen Schwierigkeiten geschädigt wird, bedarf es doch einiger Zeit, ehe hier wieder alles im Reinen ist. Das trifft zum einen auf das angekündigte Software-Update zu, das augenscheinlich schwieriger umzusetzen ist als geplant.

Schwieriger könnte der Vertrauensverlust in die Boeing-Maschinen werden. Nach dem Flugverbot für die 737 MAX melden sich immer mehr Fluggesellschaften, die eine Entschädigung haben wollen. Federführend dabei die chinesischen Airlines. Für Boeing ist das besonders unangenehm, da China der wichtigste Wachstumsmarkt für die Amerikaner ist. Hier gerät man  sichtbar ins Hintertreffen zu Airbus. So konnte Boeing im März keine einzige Bestellung für die 737 verbuchen, während zuletzt  Airbus einen Riesenauftrag über 300 Maschinen mehrheitlich des Typs A320 an Land ziehen konnte. Die A320 konkurriert direkt  mit der 737 von Boeing.

In welchen Schwierigkeiten Boeing steckt, sieht man auch an der Meldung in dieser Woche, dass man die Produktion der 737 MAX nun gedrosselt habe. Ab Mitte April soll die angepeilte Stückzahl von 52 auf 42 Stück pro Monat gesenkt werden, ursprünglich war eine Erhöhung auf 57 Stück geplant. Das Problem: Mit solchen Nachrichten wachsen die Zweifel, ob das Flugzeugmodell überhaupt ein Come-back schaffen kann.

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