Die europäischen Autobauer sowie ihre amerikanischen und asiatischen Konkurrenten oder Partner rücken angesichts der tiefgreifenden Folgen aus der Corona-Krise enger zusammen. So sorgten gleich mehrere Hersteller in diesen Tagen für entsprechende Schlagzeilen bzw. Ankündigungen. So beispielsweise Volkswagen.

Volkswagen mit neuen Kooperationen

Die Wolfsburger waren dieser Tage eigentlich eher gebeutelt durch die neuerlichen Folgen aus dem Dieselskandal, wo der Bundesgerichtshof gegen Volkswagen geurteilt hatte. Doch das spielt am Markt schon wieder keine Rolle, denn der weltgrößte Autohersteller hat angekündigt, seine Aktivitäten in China signifikant auszubauen. Insgesamt will der Konzern 2 Mrd. EUR in den dortigen Ausbau der Elektromobilität stecken. Die Hälfte davon soll in das schon bestehende Gemeinschaftsunternehmen JAC Volkswagen fließen. Für die andere Hälfte geht man auf Einkaufstour und will beim chinesischen Batteriehersteller Guoxuan einsteigen. Das Unternehmen  ist hierzulande zwar relativ unbekannt, gehört aber neben CATL und BYD zu den führenden Batterieherstellern im Reich der Mitte.

Doch damit nicht genug: Auch an anderer Stelle justiert Volkswagen nach. Denn der Konzern will bereits bestehende Projekte im Bereich E-Mobilität und autonomes Fahren mit dem amerikanischen Autobauer Ford weiter ausbauen. Aktuell geht es jetzt darum, dass bei einem Elektro-Modell von Ford, das für den europäischen Markt konzipiert werden soll, der von VW angebotene modulare ElektroBaukasten (MEB) zum Einsatz kommt. Im letzten Jahr hatte der Volkswagen diesen Baukasten erstmals vorgestellt, mit dem VW auch für andere Autohersteller zum System-Partner werden will. Mit der Kooperation mit Ford kommt man ja diesem Ziel einen Schritt näher.

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