Der britische Sportwagen-Hersteller Aston Martin versucht, das sprichwörtliche Lenkrad mit Macht herumzureißen. In den vergangenen Jahren hatte der Hersteller der berühmten James-Bond-Autos einen äußerst schwierigen Stand. Insbesondere eine verfehlte Modellpolitik sorgte für schwache Geschäfte. Denn man verschlief faktisch komplett den Trend zu Luxus-SUVs, mit denen beispielsweise Konkurrent Porsche einen kräftigen Wachstumsschub generieren konnte.

Schwach fielen auch die Erträge aus. Im vergangenen Jahr setzte das Unternehmen nur noch 997 Mio. GBP um, ein Rückgang zum Vorjahr um gut 9%. Beim operativen Gewinn auf Basis des EBITDA wurde nur noch knapp halb so viel verdient und vor Steuern und nach Steuern rutschte man noch weiter in die Verlustzone.

Im ersten Quartal des neuen Jahres wurde es nicht besser. Sowohl der starke Wettbewerb als auch die Corona-Krise sorgten dafür, dass der Quartalsverlust auf 119 Mio. GBP ausgeweitet wurde. Im Vorjahr hatte man hier auf gleicher Basis nur 17 Mio. GBP verloren. Entsprechend düster  sehen auch die Prognosen für das laufende Jahr aus. Laut Analysten Konsens dürfte das Unternehmen nur noch durchschnittlich 785 Mio. GBP umsetzen und einen operativen Gewinn von gerade mal 30 Mio. GBP beim EBITDA ausweisen können. Beim EBIT rechnet der Markt damit, dass nach einem kleinen Gewinn von 5,4 Mio. GBP im Vorjahr nun ein Verlust von 186 Mio. GBP anfallen könnte.

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