Der indonesische Immobilienentwickler Alam Sutera hat in der vergangenen Woche recht solide Ergebnisse für das erste Quartal 2022 gemeldet. Das EBITDA verdreifachte sich im 1Q 2022 fast auf 438 Mrd. IDR, was allerdings immer noch nur 22% des EBITDA vom 4Q2021 ist. Das Management wies darauf hin, dass den Hauptbeitrag für das 1Q 2022 das Lloyd-Hochhaus-Wohnprojekt geliefert hat, dass im Laufe des Quartals schrittweise ausgeliefert wurde und das auch im 2Q 2022 einen wichtigen Beitrag leisten könnte. Das EBITDA der letzten 12 Monate hat sich ebenfalls von seinem Tiefstand von 291 Mrd. IDR im 2Q2020 auf 1,58 Bio. IDR im 1Q2022 erholt, auch wenn es immer noch unter seinem Höchststand von 2,0-2,3 Bio. IDR im Jahr 2018-19 liegt.

Die Gewinnerholung hat den Nettoverschuldungsgrad des Unternehmens auf ein Niveau vom 3,9-fachen gedrückt, basierend auf dem EBITDA der letzten 12 Monate. Dieses Leverage ist für ein Single-B-Rating angemessen. Das EBITDA dürfte sich weiter verbessern, was den Leverage weiter nach unten drücken sollte. Das Management hat für dieses Jahr einen Marketingumsatz von 3,4 Bio. IDR angepeilt, was das Vorjahr um 15% übersteigen würde. Während das Unternehmen mit einem Umsatz von nur 569 Mrd. IDR im 1Q2022 eher einen schwachen Start hatte, wurden weitere Markteinführungen geplant, die dazu beitragen dürften, dass das Unternehmen sein Ziel erreicht. Die Vermietung des Bürogebäudes The Tower an einen Großmieter und die Wiedereröffnung eines Themenparks auf Bali dürften zusätzlichen Cashflow bringen, wenn auch von einer niedrigen Basis aus.

Eine weitere positive Nachricht ist die verbesserte Liquiditätslage des Unternehmens. So stieg der Kassenbestand um 268 Mrd. IDR auf 1,3 Bio. IDR in der Berichtsperiode. Dies kann mit dem Ausbleiben von Kuponzahlungen und geringeren Bauarbeiten erklärt werden. Dies zeigt aber auch, dass das Unternehmen kein Geld verbrennt. Der Lackmustest ist die Refinanzierung der 24er-Anleihen in Höhe von 174 Mio. USD, die im Mai 2024 fällig werden, und der 25erAnleihen in Höhe von 251 Mio. USD, die im November 2025 fällig werden. Aktuell würde das Unternehmen nicht genügend Barmittel erwirtschaften, um diese zurückzuzahlen, es sei denn, es könnte einige seiner Vermögenswerte veräußern, z. B. The Tower und/oder Mall at Alam, was jedoch im derzeitigen Marktumfeld nicht einfach sein würde. Das Unternehmen hat aber noch Spielraum, um einen Refinanzierungsplan auszuarbeiten.

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