Die Turbulenzen der vergangenen Monate, die insbesondere durch zahlreiche Streiks und dem Weggang des Top-Managements gekennzeichnet waren, haben bei Air France-KLM sichtbare Spuren hinterlassen. Zwar konnte die französisch-niederländische Fluggesellschaft für das erste Halbjahr eine leichte Umsatzsteigerung um 0,8% auf 12,43 Mrd. EUR melden. Im Gegenzug brach allerdings das Betriebsergebnis um fast 60% auf nur noch 228 Mio. EUR ein. Unter dem Strich schlitterte die Airline in die Verlustzone. Es wurde ein Minus von 159 Mio. EUR nach einem Gewinn von 450 Mio. EUR im Vergleichszeitraum des Vorjahres ausgewiesen. Dabei gab es immerhin einen kleinen Lichtblick. Denn für den Verlust sorgte insbesondere das erste Quartal. Im zweiten Quartal blieb die Airline trotz eines Gewinnrückgangs um über 80% mit 109 Mio. EUR in der Gewinnzone.

Das lässt auch für die zweite Jahreshälfte hoffen. Nach bisherigen Informationen profitiert auch Air France-KLM von höheren Auslastungen insbesondere bei Langstreckenflügen. Hinzu kommt, dass man möglichst zügig eine weitere Partnerschaft eingehen möchte. Aktuell laufen Gespräche mit der spanischen Air Europa, die insbesondere in Richtung Südamerika über ein dichtes Streckennetz verfügt. Beide sind auf einigen Strecken bereits seit 2003 Cosharing-Partner.

Damit will Air France-KLM wohl auch ein anderes Thema schnell in Vergessenheit bringen. Denn erst vor einiger Zeit hatten wir über mögliche Ambitionen der Hotelkette Accor berichtet, die den Anteil des französischen Staates an der Airline übernehmen wolle. Dieses Thema scheint nun wieder vom Tisch zu sein. Die Kombination wäre sicherlich interessant gewesen, doch das neue Projekt liefert hier eine interessante Kompensation.

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