[vc_row][vc_column][vc_column_text]Air Berlin ist derzeit ein Bild des Jammers. War man es schon gewohnt, dass die Airline Quartal auf Quartal und Jahr um Jahr Verluste verbuchte, kamen zuletzt auch zunehmende Flugausfälle und Verspätungen hinzu. Wie entsprechende Portale für Fluggastrechte mitteilten, schossen die Beschwerden und Klagen der Kunden um fast ein Drittel nach oben. Für eine Fluggesellschaft, die faktisch ums Überleben kämpft, sind das keine sonderlich guten Voraussetzungen für einen Fortbestand, wenn man seine Kunden geradezu zielgerichtet vergrault.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Und dennoch: Auf der Hauptversammlung in London versuchte das Management die Wogen zu glätten. Dabei ganz oben auf der Agenda die Frage, wie es denn nun wirklich um die Liquidität des Unternehmens steht. Hier erklärte Vorstandschef Thomas Winkelmann, dass die Liquidität weiterhin gesichert sei. Und Finanzchef Dimitri Courtelis erklärte, dass man bei seinem Ziel bleibe, im nächsten Jahr schwarze Zahlen auf operativer Ebene zu schreiben. Im letzten Jahr machte man diesbezüglich noch rund 800 Mio. EUR Verlust.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“16919″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Wie man diesen Turnaround allerdings angesichts der – zumindest öffentlich so wahrgenommenen – desolaten Lage schaffen will, bleibt vorerst das Geheimnis von Air Berlin. Und dass es auch mit der Liquidität so eine Sache sein könnte, sieht man daran, dass die Fluggesellschaft inzwischen bei den Landesregierungen Berlin und Nordrhein-Westfalen nach der Übernahme einer Bürgschaft nachgefragt hat. Von Unternehmensseite her wird dies allerdings nur als eine mögliche Option heruntergespielt.[/vc_column_text][vc_column_text]Tatsache ist: Langsam befindet sich die Airline in einer Situation, wo fast nur noch ein Wunder helfen kann. Der bisherige Pfeiler Etihad hat zwar eine weitere Unterstützung bis mindestens 2018 zugesagt. Doch bekanntlich will sich das Unternehmen aus Abu Dhabi aus seinem Engagement zurückziehen. Wie schwierig das ist, zeigten auch die gerade geplatzten Verhandlungen zwischen Etihad und TUI über die Fusion der Air-Berlin- Tochter Nicki mit TUIfly zu einer Ferienflug-Gesellschaft.[/vc_column_text][vc_column_text]Dass die ausstehenden Anleihen von Air Berlin in solch einem Umfeld wie heiße Kartoffeln fallen gelassen werden, ist nachvollziehbar. Wir hatten bereits Anfang des Jahres (Ausgabe 04/17) dringend zum Ausstieg geraten. Auch wenn es durchaus möglich erscheint, dass die in 2018 fälligen Anleihen noch bedient werden, so setzen wir hinter längere Laufzeiten inzwischen ganz große Fragezeichen. Sie als Anleger müssen natürlich entscheiden, ob Sie gewillt sind, hier ein solch hohes Ausfallrisiko zu tragen, zumal selbst bei einer Sanierung wohl auch Gläubiger ihren Beitrag leisten müssten. Wir würden dringend davon abraten.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]
Air Berlin: Finanzielle Bruchlandung droht weiterhin
Von © ICM Concept GmbH|2018-01-10T16:27:08+01:0015.06.2017|Kategorien: Anleihenmarkt|Kommentare deaktiviert für Air Berlin: Finanzielle Bruchlandung droht weiterhin
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