[vc_row][vc_column][vc_column_text]Nachdem der türkische Staatspräsident Erdogan bei der nochmals angesetzten Bürgermeisterwahl in Istanbul mit seinem AKP-Kandidaten erneut den Kürzeren zog, schaffte er nun an anderer Stelle vollendete Tatsachen. Denn Anfang der Woche setzte er den bisherigen Notenbankpräsidenten Murat Cetinkaya ab. Dieser hatte sich bislang immer wieder der Forderung des Staatspräsidenten widersetzt, die Leitzinsen zu senken. Angesichts der Verwerfungen, insbesondere in der türkischen Lira, infolge der offensichtlichen Entdemokratisierung des Landes und den zumindest wahrgenommenen steigenden Risiken für ausländische Investoren hatte die türkische Notenbank die Zinsen um insgesamt 11,5 Prozentpunkte auf zuletzt 24% angehoben.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Damit hatte man im vergangenen Jahr eine Aufwertungsrallye von knapp 7 Lira je Dollar bis zeitweise nur noch 5,05 Lira initiieren können. Allerdings gab es zwischenzeitlich schon wieder eine starke Gegenbewegung aufgrund der politischen und ökonomischen Unsicherheiten im Land. Deshalb auch immer wieder die Forderung von Erdogan, die Zinsen zu senken, um das Wirtschaftswachstum wieder anzukurbeln.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“33172″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Mit dem neuen Notenbankchef Murat Uysal (bisheriger Vize) könnte Erdogan womöglich leichteres Spiel haben. Was allerdings ein Tanz auf Messers Schneide ist. Denn damit wäre die Unabhängigkeit der Notenbank eindeutig gefährdet, was am Kapitalmarkt kaum begrüßt werden dürfte. Indes:[/vc_column_text][vc_column_text]Womöglich haben sich die Investoren auch schon längst von dem bisherigen demokratischen Modell der Türkei verabschiedet und sehen nun sogar interessante Chancen. Denn natürlich bleibt es dabei, dass bei nun zu erwartenden Zinssenkungen die Wirtschaft und ihre Finanzierung wieder angekurbelt werden könnten. Interessant dürfte hier dann werden, wie die Devisenseite sich positioniert. Die Reaktion auf die Absetzung des Notenbankgouverneurs fiel jedenfalls in der Bilanz recht moderat aus. Eine Beendigung des jüngsten Aufwertungsansatzes seit Mai ist zumindest noch nicht sichtbar. Dies dürfte wohl erst dann eintreten, wenn tatsächlich die Zinsen gesenkt werden.[/vc_column_text][vc_column_text]Das hätte aus Anlegersicht sicherlich zwei wesentliche Ergebnisse. Zum einen dürften die türkischen Unternehmen wieder verstärkt unter Druck geraten, wenn sie Fremdwährungsschulden haben. Zum anderen dürften allerdings bislang ausstehende Anleihen stärker nachgefragt werden mit entsprechenden Kurschancen.[/vc_column_text][vc_column_text]Fazit: Unter diesen Prämissen warten wir erst einmal ab und bleiben in den bislang empfohlenen Anleihen engagiert. Wir würden diesbezüglich sogar noch etwas stärker ins Risiko gehen und die neue, in Dollar denominierte türkische Staatsanleihe mit einem Kupon von 6,35% zum spekulativen Kauf empfehlen.[/vc_column_text][vc_single_image image=“33176″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row]