[vc_row][vc_column][vc_column_text]Während auf politischer Bühne in den vergangenen Tagen sowohl EU als auch USA neue Sanktionen gegen Russland wegen der Krim-Frage ins Gespräch brachten, stellt sich der russische Kapitalmarkt inzwischen deutlich freundlicher dar. Das hat in der Hauptsache auch mit der Erholung des Ölpreises zu tun. Bekanntlich hatte sich Russland in eine Partnerschaft mit der OPEC zur Begrenzung der Förderquoten begeben mit entsprechend ansehnlichen Effekten auf der Preisseite.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Nun könnte ein weiterer Schub folgen. Dieser wurde ausgelöst von der Ratingagentur Moody´s, die vor wenigen Tagen das Emittentenrating wieder auf Baa3 anhob, womit Russland inzwischen wieder bei allen drei großen Agenturen mit einem Investmentgrade geführt wird. Moody´s selbst hatte Russland 2014 zum Beginn der Krimkrise und der darauf folgenden Sanktionen herabgestuft.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“29706″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Dass trotz noch bestehender und möglicher weiterer Strafmaßnahmen die Bonität des Landes angehoben wurde, begründet Moody´s mit den stabilen Staatsfinanzen, die sich auch in einer positiven Budgetsituation widerspiegeln. So konnte Russland im vergangenen Jahr nach vorliegenden Zahlen das erste Mal seit immerhin sechs Jahren einen Haushaltsüberschuss vorweisen. Die Grundlage dafür wurde durch ein anhaltend positives, wenngleich auch nicht sehr starkes Wirtschaftswachstum gelegt. Seit mittlerweile acht Quartalen verbucht die russische Volkswirtschaft positive annualisierte Wachstumsraten, auf Quartalsbasis sogar seit neun Quartalen.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“29710″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner][vc_column_text]Nachdem Moody´s das Rating für die Staatsanleihen angehoben hat, zog die Ratingagentur auch bei einigen Unternehmen nach. Insgesamt wurde für zwölf Nicht-Finanzunternehmen das Rating von Baa3 auf Baa2 angehoben. Darunter zu finden die auch im Alpha Strategie empfohlenen Gazprom und Gazprom Neft. Weitere höher gestufte Firmen sind unter anderem Norilsk Nickel, AROSA und Russian Railways, die wir hier im Brief ebenfalls über ihr Investment-Vehikel RZD Capital empfohlen haben.[/vc_column_text][vc_column_text]Passend dazu testeten auch schon die ersten russischen Unternehmen die Aufnahmestimmung für neue Emissionen. Dabei ging Gazprom vorne weg und offerierte eine 1,25 Mrd. USD schwere Anleihe. Lagen die ersten Indikationen bei einem Kupon zwischen 5,5% und 5,625%, konnte die Emission letztlich zu 5,15% und damit sogar unter der Sekundärmarktkurve an den Markt gebracht werden, nachdem schon nach kurzer Zeit das Orderbuch mit 5,5 Mrd. USD übervoll war.[/vc_column_text][vc_column_text]Fazit: Da es sich bei dieser Emission um eine Mindeststückelung von mindestens 200.000 USD handelt und wir schon bei Gazprom engagiert sind, würden wir jetzt hier trotz der weiterhin interessanten Rendite von 5,22% keine explizite Kaufempfehlung aussprechen.[/vc_column_text][vc_column_text]Und noch eine zweite Adresse testet gleich den Markt. Denn die Credit Bank of Moskow (CBOM) kam sogar mit einer Euro-Emission an den Markt. Bei der CBOM handelt es sich um die zweitgrößte Privatbank Russlands. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres verbuchte die Großbank Zinseinahmen in Höhe von 102,5 Mrd. RUB, umgerechnet rund 1,35 Mrd. EUR. Dies entsprach einem Anstieg zum Vorjahreszeitraum um 11,2%. Netto verdiente das Unternehmen in den neun Monaten 18,35 Mrd. RUB nach 16,07 Mrd. RUB im Vorjahreszeitraum.[/vc_column_text][vc_column_text]Auch wenn die Margen-Situation (Rückgang der Nettozinsmarge von 2016 auf 2018 von 3,3% auf 2,7%) derzeit in die falsche Richtung läuft, so macht das Unternehmen insgesamt einen recht stabilen Eindruck. Bisherige Erwartungen gehen davon aus, dass das Kreditinstitut rund 31 Mrd. RUB vor Steuern im vergangenen Jahr verdient hat.[/vc_column_text][vc_column_text]In dieser Situation hat die CBOM nun eine Euro-Anleihe über 500 Mio. EUR mit einem Zinssatz von 5,15% platzieren können. Auch hier lagen die ersten Preisindikationen mit 5,25% bis 5,50% deutlich darüber. Das Orderbuch war mit 850 Mio. EUR ebenfalls sehr gut gefüllt. Da diese Anleihe, wie zu erwarten war, auch mit einer Minderstückelung von 100.000 EUR kommt, ist sie natürlich nur für entsprechend größer dimensionierte Depots geeignet. Wenn das Umfeld stimmt, würden wir diesen Bond aber zur Beimischung empfehlen.[/vc_column_text][vc_single_image image=“29714″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][/vc_column][/vc_row]
Russlands Comeback?
Von © ICM Concept GmbH|2019-02-15T12:25:09+01:0014.02.2019|Kategorien: Anleihenmarkt|Kommentare deaktiviert für Russlands Comeback?
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