[vc_row][vc_column][vc_column_text]Der letzte Monat dieses für Aktien unerfreulichen Jahres begann geradezu euphorisch, nachdem zuerst Fed-Präsident Powell bei den Anhebungen der Fed Funds Rate offensichtlich den Fuß vom Gas genommen hat und der G20-Gipfel am Ende versöhnliche Töne hören ließ. Doch lange hielt das nicht an. Bereits am Dienstag verloren die Märkte fast mehr, als sie in den vergangenen Tagen gewonnen hatten. Rezessionsängste machten sich breit, als der Markt die Statements von Donald Trump in Sachen Zollstreit mehr als Waffenstillstand und weniger als Lösung auffasste.[/vc_column_text][vc_column_text]Damit wurden auch die Erwartungen für das Wirtschaftswachstum wieder gedrückt. Nur so war zu erklären, dass die Rendite der US-Staatsanleihen unter die magische 3%-Marke sank. Der Markt wartet nun auf die Sitzung des Offenmarktausschusses am 18. und 19. Dezember, wo eine Zinsanhebung der Fed Funds um 0,25% auf die Zone 2,25 – 2,50% beschlossen werden dürfte. Derweil reichen die Chefvolkswirte Prognosen eines US-Wachstums im kommenden Halbjahr von 2 – 3% herum. Das ist ein ganzes Stück weniger als noch vor wenigen Wochen für die Lokomotive der Weltkonjunktur. Die Wallstreet reagierte jedenfalls mit über 3% Minus in allen relevanten Aktienindizes überraschend negativ.[/vc_column_text][vc_column_text]Daneben hat sich auch in Europa die Erkenntnis durchgesetzt, dass weniger Exporte nach China hart auf die Konjunktur durchschlagen würden und damit der Trump´sche Protektionismus auch auf diesem Weg negative Auswirkungen nach sich ziehen wird. Doch wie realistisch ist das alles? Wir können zwar nicht in den Kopf des amerikanischen Präsidenten sehen, aber gerade die Entwicklung der Rohstoffpreise müsste die weltweite Nachfrage widerspiegeln und damit einen Blick auf die konjunkturelle Entwicklung der kommenden Monate zulassen.[/vc_column_text][vc_single_image image=”28504″ img_size=”full”][vc_column_text]Der Besuch der Vorstandsvorsitzenden der großen drei deutschen Autohersteller bei US-Wirtschaftsminister Wilbur Ross und Präsident Donald Trump hat zumindest hier den Dampf wieder etwas aus dem Kessel genommen. Volkswagen hatte es da am leichtesten, den Bau neuer Fabriken anzukündigen. Denn der Konzern produziert in den USA herzlich wenig. Aber auch die anderen beiden standen nicht mit leeren Händen im Weißen Haus. Sie zählen heute schon zu den größten Autoexporteuren der Vereinigten Staaten mit immerhin 480.000 Fahrzeugen von insgesamt 800.000 produzierten. Sollte hier ein „Deal“ gelingen, wäre allen Parteien geholfen.[/vc_column_text][vc_column_text]Das weitere Vorgehen hängt damit ein weiteres Mal an den Indizes. Solange wir über den Tiefs des Jahres halten, bleiben wir angesichts der überverkauften Situation erst einmal weiter long. Das Risiko eines erneuten Ausverkaufs steigt, je länger die Indizes kurz über diesen Lows verharren. Ein schneller Anstieg hingegen würde dieses Risiko wegnehmen.[/vc_column_text][vc_column_text]Nun gab es am heutigen Donnerstag eine weitere klimatische Verwerfung zwischen China und den USA, die durchaus das Zeug dazu hat, die Kurse nach unten durchzureichen. Auf Antrag der US-Staatsanwaltschaft wurde der CFO des chinesischen Smartphone-Herstellers Huawei in Kanada verhaftet. Es soll um Verstöße gegen US-Sanktionen gehen, die gegenüber dem Iran verhängt worden waren. Schon im Frühjahr gab es einen ähnlichen Vorfall, als der chinesische Kollege ZTE wegen vergleichbarer Vorwürfe im Fokus stand und sich mit einer Strafzahlung an die Amerikaner in Höhe von 1,2 Mrd. USD freikaufen konnte.[/vc_column_text][vc_column_text]Im Kern geht es darum, dass chinesische Telekom-Gesellschaften mit ihren vermeintlichen Geschäften im Iran und Nordkorea die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten gefährden. Das Bild kann sich an den Aktienmärkten dadurch wieder komplett ins Negative drehen, sollte sich der Konflikt nicht binnen Stunden entspannen. Neue Jahrestiefststände wären leider die unvermeidliche Konsequenz und eine Jahresendrallye würde sich in Luft auflösen.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=”1/2″][vc_column_text]Verschiedene Titel aus der ersten Reihe erreichten trendbestätigend neue Jahrestiefststände, darunter BASF, Conti, Commerzbank und Deutsche Bank. Insgesamt kratzt der DAX wie auch viele weitere Aktienindizes bereits das dritte Mal in den vergangenen Wochen an der Marke von 11.000 Punkten, was die Wahrscheinlichkeit eines nachhaltigen Trendbruchs entscheidend erhöht. Andererseits ist der Ausverkauf schon weit fortgeschritten, was auch die Möglichkeit eines Fehlsignals offen lässt. Was tun?[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=”1/2″][vc_single_image image=”28496″ img_size=”full”][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Anstelle unser Portfolio zu beräumen, würden wir im Januar fällige Put-Optionsscheine auf einen fallenden DAX mit Basis 10.500 Punkte bevorzugen, z. B. den Commerzbank-Put auf den DAX mit der WKN CV9Y9S, der bei gut 1,40 EUR liegt. 200 DAX-Punkte Minus brachten dem Schein seit gestern näherungsweise ein Plus von 56% oder 0,50 EUR.
Die nächsten 200 Punkte würden dann schon mehr zu Buche schlagen, da man sich der Basis nähert. Die Stückzahl errechnen Sie aus dem Hebel. Man müsste also näherungsweise 1% des Portfolios quasi als Absicherungskosten aufwenden. Die wären allerdings verloren, wenn sich das „Horrorszenario“ doch nicht bewahrheitet.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]