[vc_row][vc_column][vc_column_text]Ein erneuter Kursrutsch bei Technologieaktien hat am Dienstag und Mittwoch die Börsen nach unten gezogen. Investoren sorgten sich erneut um die Bewertungen im Tech-Sektor. Die Wallstreet wurde zusätzlich belastet von der Entscheidung der Republikaner im US-Senat, ihre Abstimmung über einen Rückbau der Gesundheitsreform von Ex-Präsident Barack Obama zu verschieben. Das Vorhaben gilt unter Investoren auch als Hinweis dafür, ob Obamas Nachfolger Donald Trump in der Lage ist, die mit Spannung erwartete Steuerreform umzusetzen.[/vc_column_text][vc_column_text]Und nun zum „Big Picture“: Ja, es könnte sich mit den letzten Bewegungen an den Märkten durchaus ein Top herausbilden und in eine Korrektur überleiten. Zuerst einmal dürfte der Druck auf die Kurse eher selektiv sein, was natürlich unter dem Strich dennoch schwächere Indizes bedeutet.[/vc_column_text][vc_column_text]Aus konjunktureller Sicht fehlen hier allerdings noch eine Reihe triftiger Gründe für eine ausgeprägte Abwärtsbewegung. Die chinesische Wirtschaft als Schlüssel für die Weltwirtschaft hat sich einer Unternehmensumfrage zufolge im zweiten Quartal sogar verbessert. Die so genannte CBB-Erhebung, die alle drei Monate bei mehreren Tausend Firmen durchgeführt wird, verwies am Mittwoch unter anderem auf steigende Gewinne der Konzerne und mehr neue Jobs.[/vc_column_text][vc_column_text]Neben den Fortschritten in der Industrie hat sich auch der Dienstleistungssektor nach einem schwierigen ersten Quartal erholt. Die Studie machte aber auch Risiken aus. Härtere Zeiten könnten den chinesischen Firmen bevorstehen. So sind die Lagerbestände auf einen Rekordwert gestiegen.[/vc_column_text][vc_column_text]An der Wall Street sackte T-Mobile US (wir besprachen letzte Woche eine Anleihenemission) am Dienstag um 3,4% ab. Hintergrund waren geplatzte Fusionsträume. Insidern zufolge startete Rivale Sprint (Mehrheitsaktionär ist die japanische Softbank, die wir im Portfolio halten) exklusive Verhandlungen mit den Kabelfirmen Charter Communications und Comcast. Die Fusionsgespräche von Sprint mit T-Mobile lägen daher bis Ende Juli auf Eis. Sprint-Aktien legten 2,1% zu. Die Papiere der Google-Mutter Alphabet verloren 2,5%. Die EU-Kommission hat dem Internetkonzern wegen Missbrauchs der Marktmacht die mit Abstand höchste Geldbuße gegen ein einzelnes Unternehmen aufgebrummt und droht mit weiteren Verfahren.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]In der letzten Woche kam die südafrikanische Naspers mit Zahlen für das Geschäftsjahr 2017 heraus. ECommerce
und das speziell südafrikanische Home-Video-Geschäft bestätigten, dass das Geschäftsmodell von Naspers funktioniert. Aus Sicht der Bewertung der ganzen Beteiligungen bekommt man das Kerngeschäft des Medienkonzerns für Null, sogar wenn man von dem Börsenwert der Beteiligungen erst einmal 25% abzieht.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“16803″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][/vc_column][/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]Allein dort verdiente Naspers zum Vorjahr 1,75 Mrd. USD und damit 41% mehr. Das wird aber im laufenden Geschäftsjahr nicht fortsetzbar sein. Mit einer prognostizierten Eigenkapitalrendite für die Jahre 2018 und 2019 von über 20% lässt sich aber auch ein aktuelles KGV von über 30 rechtfertigen. Wir halten unsere Position weiter.[/vc_column_text][vc_column_text]Insgesamt hat sich die Positionierung in Finanztiteln, die wir in den letzten Wochen mittels Verkaufs von Verkaufsoptionen (zuletzt mit dem 15,50er Put August auf Deutsche Bank) ausgebaut hatten, weiter als richtig erwiesen. So krabbelte die Deutsche-Bank-Aktie gegen den DAX-Trend auf 16 EUR, die italienische UniCredit hatte sich nach einem Einbruch wieder über 16 EUR behauptet.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Für Überraschungen – ein weiteres Mal positive – war auch der kanadische Pharmakonzern Valeant gut. Nachdem Kunden die Tochter Bausch & Lomb Eyecare als bestes Unternehmen der Branche bewertet hatten, kam es zu wiederholten, mit hohem Volumen begleiteten Kursanstiegen, die die Aktie in der Spitze auf 17,44 USD katapultierten. Damit hat die Aktie von ihrem diesjährigen Tief zwar mehr als 100% zugelegt, steht aber heute lediglich auf dem Kursniveau zum Jahresende.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“16804″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner][vc_column_text]Noch immer bewegen zwei Fragen die Investoren: Gelingt der planmäßige Schuldenabbau und wie viel sind die Tochtergesellschaften von Valeant wirklich wert? Mit einem KGV von 5 sollten die Bewertungsrisiken eigentlich eingepreist sein. Charttechnisch ist die Aktie an erste Widerstände um die 17 USD herangelaufen. Sollten diese überwunden werden können, heißt das nächste Ziel 25 USD. Buy on dips! Im Musterportfolio bleibt weiterhin eine von insgesamt 15 Positionen unbesetzt.[/vc_column_text][/vc_column_inner][/vc_row_inner][/vc_column][/vc_row]
