[vc_row][vc_column][vc_column_text]Seit vergangenem Monat hat die Ukraine einen neuen Staatspräsidenten. Der als früherer „Komiker“ bezeichnete Wolodymyr Selenskyj konnte den bisherigen Präsidenten Poroschenko deutlich besiegen, weil er nicht nur wirtschaftlich einen Neustart und einen neuen korruptionsfreien Politikstil versprach, sondern auch eine Lösung für den kriegerischen Konflikt mit Separatisten in der Ost-Ukraine. Dabei haben die vergangenen Wochen schon gezeigt, dass Selenskyj durchaus sehr zielstrebig an Werk gehen könnte. Allerdings:[/vc_column_text][vc_column_text]Um seine Pläne tatsächlich durchsetzen zu können, benötigt er erst einmal eine Hausmacht im Parlament. Bislang sind dort keine offiziellen Parteigänger  vertreten. Das soll sich aber im Juli bei vorgezogenen Parlamentswahlen ändern. Ein entsprechendes Urteil des Verfassungsgerichtes hat gerade auch den  Weg dafür frei gemacht. Die neu gegründete Partei von Selenskyj – Sluha narodu – käme nach aktuellen Umfragen auf einen Stimmenanteil von rund 34% und wäre damit weit voraus jeglicher anderer Partei.[/vc_column_text][vc_column_text]Auch der Kapitalmarkt schaut sehr interessiert auf die weiteren Perspektiven. Das gilt nicht nur für die reinen Wirtschaftsdaten, die in den vergangenen Quartalen eher durchwachsen ausgefallen waren. Ein wichtiges Thema bleibt für die Investoren auch der Zugang zum ukrainischen Kapitalmarkt, der sich schon jetzt an entscheidender Stelle deutlich verbessert hat. So wurden Ende Mai wesentliche Hürden für Investitionen in lokale Staatsanleihen (in der Landeswährung Hryvnia denominiert) beseitigt.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Die Ukraine selbst hat in dieser Woche unter den neuen politischen Vorzeichen einen wichtigen Test absolviert. Denn es wurde eine neue, in Euro  lautende Staatsanleihe im Volumen von 1 Mrd. EUR platziert. Das neue Papier kam mit 6,75% an den Markt und fand eine sehr interessierte Aufnahme, was man auch an den schnellen Kursgewinnen sieht. Dies war vor dem Hintergrund auch wichtig, dass nicht nur die veränderten politischen  Vorzeichen in Kiew  faktisch von den Anlegern bewertet wurden, sondern auch die Ukraine insgesamt als Vertreter der Emerging Markets. Bei der letzten Kapitalaufnahme im  März hatte die Ukraine noch einen ungewöhnlichen Weg einschlagen müssen und sich 350 Mio. USD direkt von JPMorgan geliehen..[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“32611″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Erklärtes Ziel von Selenskyj ist es, das Rating der Ukraine am Kapitalmarkt zu verbessern. Bei den drei Ratingagenturen Moody´s/S&P und Fitch werden  die langfristigen Fremdwährungsschulden derzeit mit B3 und zweimal B- geratet, also tief im Non-Investmentgrade- Bereich. Glaubt man den offiziellen  Zahlen, konnte die Ukraine ihre Verschuldung auf knapp 61% des BIP absenken. Allerdings blieb es bislang bei einem notorischen Haushaltsdefizit, das der  neue Präsident und seine neue Regierung insbesondere in Angriff nehmen sollten.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“32615″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Fazit: Als Investmentidee bleibt die Ukraine natürlich „High Risk“. Dies gilt sowohl in wirtschaftlicher Hinsicht, weil der Staatshaushalt im wesentlichen Maße auch von den Einnahmen aus Transitgebühren für die Gasdurchleitung aus Russland abhängt. Und hier droht ja bekanntlich ein kritischer Einnahmenausfall, falls die Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 tatsächlich fertig gestellt wird und in Betrieb geht. Auch politisch bleiben Risiken, insbesondere im Spannungsfeld zwischen dem Wunsch, NATO- und EU-Mitglied zu werden und dem Konflikt mit Russland. Dennoch würden wir für spekulativ  aufgestellte Investoren die neue EUR-Anleihe zumindest als kleine Beimischung empfehlen.[/vc_column_text][vc_single_image image=“32619″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row]