Die großen Luftfahrtmessen sind für die Flugzeughersteller nicht nur Leistungsschau, sondern knallhartes Vertriebsgeschäft. Kein
Wunder, dass immer wieder aufs Neue insbesondere die beiden führenden Hersteller Boeing und Airbus mit ihren Messeerfolgen gegengerechnet werden. In den vergangenen zwei Jahren hatte der europäische Flugzeugbauer dabei regelmäßig im Umfang der Bestellungen und Kaufabsichtserklärungen das Nachsehen. Doch bei der diesjährigen Messe im französischen Le Bourget konnte Airbus nach bisherigen Zahlen den  amerikanischen Konkurrenten sichtbar deklassieren, auch wenn beide Unternehmen, gemessen am Vorjahresergebnis im britischen Farnborough, deutliche  Abstriche machen mussten.

Airbus profitiert dieses Jahr von zwei wesentlichen Aspekten. Zum einen natürlich von der aktuellen Schwäche des Konkurrenten, der mit seinem 737-Max-Debakel immer noch nicht wieder in die Spur gekommen ist. Zwar konnte Boeing überraschenderweise auch für das Unglücksmodell Kaufabsichten erhalten. Doch insgesamt macht Boeing derzeit keinen sonderlich stabilen Eindruck, was natürlich nicht nur für die 737 Max  gilt, sondern auch für die Frage, wie sich der US-China-Zwist zukünftig auf die Nachfrage chinesischer Airlines auswirken wird.

Airbus hat allerdings auch selbst etwas Neues zu bieten. Denn man hat seinen bisherigen Bestseller A321 nochmals überarbeitet und bietet diese Maschine nun auch in einer Ultralangstrecken-Version an. Diese heißt A321 XLR und ist eine Weiter-Entwicklung der schon vorhandenen  Langstreckenversion A321 LR. Mit diesem Flugzeug wäre es dank Zusatztanks möglich, Entfernungen von bis zu 8.700 km zu überwinden. Damit wären  beispielsweise Direktflüge von Europa in die USA möglich.

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