Mit einiger Spannung war das Ergebnis zum ersten Fiskalquartal beim angeschlagenen Reisekonzern TUI erwartet worden. Dabei schafften das Unternehmen sogar eine kleine Überraschung. Dabei sahen die Zahlen auf den ersten Blick überhaupt nicht gut aus. Der operative Verlust auf Basis des EBIT lag bei 698,6 Mio. EUR und damit um das fast fünffache höher als der Verlust im Vorjahresquartal. Doch die Analysten hatten hier mit schlimmeren gerechnet.

Der Marktkonsens lag bei einem EBIT-Verlust von 802,5 Mio. EUR. Über den Erwartungen konnte TUI auch beim EBITDA abschneiden. Allerdings blieben die Umsätze mit einem Abschlag von 88% gegenüber dem Vorjahr weit unter den Analystenprognose. Besonders achtete der Markt natürlich auf die Liquiditätssituation bei TUI. Hier konnte das Unternehmen melden, dass man im ersten Fiskalquartal den monatlichen Mittelabfluss auf rund 300 Mio. EUR drücken konnte. Erwartet hatte der Reisekonzern hier einen Mittelabfluss von 400 bis 450 Mio. EUR. Für das neue zweite Quartal rechnet TUI mit einem monatlichen Mittelabfluss zwischen 250 bis 300 Mio. EUR.

Noch ein Blick auf den Stand der Buchungen: Hier konnte TUI bislang für den Sommer rund 2,8 Mio. Buchungen melden, rund 56% der zum gleichen Zeitpunkt bestehenden Buchungen im Sommer 2019. Allerdings konnte TUI dabei jetzt die Preise um durchschnittlich 20% steigern. Außerdem setzt der Touristikkonzern vor allem auf eine schnelle Erholung des britischen Marktes. Bekanntlich es Großbritannien bei seinen Impf-Kampagnen gegen Corona weitaus schneller als es beispielsweise in Deutschland der Fall ist. Entsprechend erhofft sich TUI, dass hier Restriktionen ebenfalls schneller aufgehoben werden.

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