Beim Reisekonzern TUI lief es im zurückliegenden Fiskalquartal nicht sonderlich gut. Dabei machte dem inzwischen britischen Reisekonzern insbesondere das Boeing-Desaster um die 737 MAX zu schaffen. TUI hat insgesamt 15 Maschinen in seiner Flotte und es sollten in diesem Sommer noch acht weitere ausgeliefert werden. Doch das ist erst einmal eingefroren bzw. die vorhandenen Maschinen müssen nach wie vor am Boden bleiben, weshalb TUI auf ältere Maschinentypen zurückgreifen muss, die ihrerseits einen höheren Kerosinverbrauch und damit höhere Kosten haben. Außerdem muss TUI ein sogenanntes Wetlease vornehmen, wo Maschinen samt Besatzungen von anderen Airlines angemietet werden.

Das alles lastete im dritten Fiskalquartal deutlich auf dem Ertrag. So brach der operative Gewinn um fast die Hälfte auf 101 Mio. EUR ein. Der Nettogewinn lag nur noch bei rund 22 Mio. EUR, rund 85% weniger  als im Vorjahreszeitraum. Da riss es dann am Ende auch nicht mehr heraus, dass TUI seinen Umsatz um knapp 4% auf 4,75 Mrd. EUR steigern konnte.

Denn neben dem Boeing-Desaster hat TUI auch Schwierigkeiten im Kerngeschäft. So verzeichnete der Reisekonzern bis Anfang August bei den Sommerurlauben einen Rückgang von 1%. Wie das Unternehmen mitteilte, würden immer mehr Reisen „Last Minute“ gebucht, was natürlich auf die Marge geht.

Dieser Inhalt ist nur für ICM Premium Mitglieder abrufbar.
Einloggen Registrieren