Zugeständnisse der USA im Zollstreit mit China und die Ankündigung der chinesischen Regierung, man würde telefonisch die Verhandlungen in Kürze fortsetzen, schienen zum Wochenbeginn Erleichterung zu bringen. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump wird eine Einführung weiterer Strafzölle (10% zum 01.09.) auf bestimmte chinesische Mobiltelefone oder Bekleidung auf Mitte Dezember verschieben. Eine rasche Beilegung des Handelskonflikts ist davon zwar nicht abzuleiten, aber es könnte der Auftakt zu kleinen Konzessionen auf beiden Seiten sein. Denn der Handelsstreit mit den USA bremst inzwischen sichtbar Chinas Industrieproduktion. Diese legte im Juli nur noch  4,8% zum Vorjahresmonat zu. Der Anstieg ist der schwächste seit Februar 2002.

Die Bewegung im Zollstreit drängte auch die ernüchternden Daten zur US-Teuerung in den Hintergrund. Die Inflationsrate war  im Juli mit 1,8% etwas höher als erwartet ausgefallen, was die Wahrscheinlichkeit aggressiver Zinssenkungen durch die  Notenbank Fed wiederum verringern dürfte.

Indes: Die weiterhin bestehende Furcht vor einer weltweiten Rezession als Folge des Handelskonflikts zwischen den USA und  China und vor allem der in dieser Woche anstehende Optionsauslauf hatten dann aber am Mittwoch der Wallstreet den  schwärzesten Tag des Jahres gebracht.

Dieser Inhalt ist nur für ICM Premium Mitglieder abrufbar.
Einloggen Registrieren