Zu einem anderen Reisekonzern: Die Gläubigergespräche beim Reisekonzern Thomas Cook gehen in die nächste Runde. Dabei sollen die Anleihegläubiger weitere 150 Mio. GBP neben den bereits angekündigten 750 Mio. GBP von Großaktionär Fosun bereitstellen. Das letztgenannte Rettungspaket basiert auf Gesprächen mit Fosun und kreditgebenden Banken.

Der gesamte Rettungsplan beabsichtigt, Forderungen von Anleihegläubigern über 1,15 Mrd. GBP und Bankschulden von rund 650 Mio. GBP in Eigenkapital zu wandeln. Zudem soll der Konzern in zwei Teile aufgespalten werden. Fosun wird dabei mehrheitlich das Reiseveranstaltergeschäft übernehmen, welches auch von der Börse genommen werden soll. Fosun und Thomas Cook entwickeln heute schon Urlaubsresorts für Chinesen in Fernost. Die Flugsparte dürfte weiterhin börsennotiert bleiben, jedoch mehrheitlich an die Gläubigerbanken übergehen.

Der türkische Tourismusunternehmer Neset Kockar, der inzwischen 8% an Thomas Cook hält, kontert mit einem reichlich  unkonkreten Plan B. Dabei wird spekuliert, dass Thomas Cook und Anex – das Unternehmen von Kockar – in der Türkei  enger zusammenarbeiten sollen. Auch ein gemeinsames Geschäft mit russischen Kunden wäre denkbar. Offen bleibt natürlich, inwieweit der Großaktionär Fosun bei solchen Plänen mitspielt. 

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