[vc_row][vc_column][vc_column_text]Das Attentat in der Neujahrsnacht hat die ohnehin schon angespannte politische Lage weiter aufgeheizt. Die Unsicherheit spiegelt sich in der Konjunktur und das schlägt notgedrungen auf die Währung durch. Der Mix aus steigenden Rohstoffpreisen, Leistungsbilanz- und Haushaltsdefiziten brachte zuerst einmal die Währung unter erneuten Druck (ca. 3,60 TRY für einen USD, seit 2013 halbiert), was am Ende zu steigender Inflation führen muss.[/vc_column_text][vc_column_text]Damit sind noch im letzten Sommer von uns erwartete Zinssenkungspotenziale der Notenbank zuerst einmal passé. Eine erste Erhöhung um 50 Basispunkte auf nunmehr 8% erfolgte bereits, es könnten noch weitere zur Stabilisierung der Währung nötig sein. Die Inflation jedenfalls wird schon im ersten Quartal die Marke von 9% erreichen.[/vc_column_text][vc_column_text]Bislang hatte der Staat über eine Ausweitung des öffentlichen Haushalts versucht, rückläufige private Ausgaben abzufedern. Um der Nettoneuverschuldung gegenzusteuern hat man Verbrauchssteuern auf Tabak und Alkohol erhöht, so dass das Haushaltsdefizit 2018 wohl nur 2% ausmachen könnte. Auch beim Leistungsbilanzdefizit konnte die Regierung Erdogan Erfolge erzielen (minus 4 nach minus 8%), hauptsächlich wegen der wieder hohen Zahl an russischen Touristen, die in der Türkei trotz aller Risiken Urlaub machen. Interessanterweise spürten Banken wie Unternehmen keinerlei Probleme, wenn es um die Neuemission von Unternehmensanleihen ging.[/vc_column_text][vc_column_text]Dabei: Nachdem ein Großteil der Unternehmen aufgrund ihrer Exportorientierung bzw. Produktionsteilen im Ausland ihre Bruttomargen verteidigen konnte – es ja sogar durch die Abwertung zu einer Ausweitung derselben kommen könnte – dürfte es kein Fehler sein, diese Titel in der aktuellen Situation selektiv ins Portfolio zu nehmen. Ein Teil der Papiere wird heute von den Ratingagenturen S&P und Moody´s mit einem Investmentgrade- Rating bewertet.[/vc_column_text][vc_column_text]Das könnte gerade bei binnenmarktorientierten Emittenten wie dem Bierbrauer EFES und den beiden Telekommunikationsunternehmen Turk Telekom und Turkcell gefährdet sein. Andere, wie der Elektronikproduzent Arcelik, der Keramikproduzent Sisecam, der Hafenbetreiber Mersin und die Raffinerie Tupras erzielen einen Teil ihrer Erlöse in EUR und USD. Damit dürften teurer gewordene Hartwährungsschulden einen teilweisen Ausgleich finden können.[/vc_column_text][vc_single_image image=“20280″ img_size=“full“][/vc_column][/vc_row]
Türkei im Fokus
Von © ICM Concept GmbH|2018-02-05T15:01:07+01:0005.01.2017|Kategorien: Anleihenmarkt|Kommentare deaktiviert für Türkei im Fokus
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