Eigentlich gilt der Industrie- und Stahlkonzern Thyssenkrupp nach der gescheiterten Fusion seines Stahlgeschäftes mit Tata Steel Europe und der Rolle rückwärts hinsichtlich der ursprünglich geplanten Aufspaltung in zwei neue Unternehmen als absoluter Problemfall. Das gilt auch auf der Bond-Seite. Denn hier hatten bereits Moody´s und Standard & Poor´s Mitte August einen Warnschuss abgegeben und ihre Ratings um jeweils einen Schritt auf Ba3 bzw. BB- abgesenkt.

Begründet wurde dies vor allem mit schwächeren Kredit-Kennzahlen und einem anhaltend negativen Free Cashflow. Dabei erklärten die  Analysten, dass sie insbesondere auf den weiteren Fortgang der Pläne bezüglich der Aufzugssparte schauen werden. Thyssenkrupp hatte ja  bekanntlich angekündigt, hier ein IPO der Sparte zu planen.

Nun hatte der Stahlkonzern allerdings auch erklärt, dass man auch einen Verkauf an Investoren in Betracht ziehen würde. Standard & Poor´s schätzt einen möglichen Verkaufswert auf 13 bis 17 Mrd. EUR, der dann, wie auch die Erlöse aus einem IPO, zur Schuldenreduktion genutzt werden sollte. Wenn nicht, dürften die Ratingagenturen wohl weitere Abstufungen vornehmen.

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