Der Schweizer Lebensversicherer Swiss Life hat bei der Vorlage seines ersten Halbjahres überraschend stark abgeschnitten. Was vor allem ein Grund hatte. Denn der Konzern profitierte vom Rückzug des Wettbewerbers AXA aus dem Segment der beruflichen Vorsorge. Deshalb wechselten viele AXA-Kunden zur Swiss Life, so dass der Konzern im ersten  Halbjahr insgesamt seine Prämieneinnahmen um rund ein Drittel auf 14,1 Mrd. CHF steigern konnte. Unter dem Strich  erhöhten sich der Betriebsgewinn um 6% auf 846 Mio. CHF und der Reingewinn um 10%, was besser als erwartet war.

In der überproportionalen Steigerung des Nettoergebnisses war auch ein einmaliger Effekt aus einer Steuerreform in der Schweiz enthalten. Das soll aber nicht schmälern, dass Swiss Life nicht nur aktuell, sondern schon in den vergangenen Jahren sehr gut geschäftlich unterwegs war und ist und dabei eine recht interessante  Strategie gefunden hat. So verfolgt man im Kerngeschäft mit Todesfall- und Invaliditätsversicherungen eine Politik der  Besitzstandswahrung. Dagegen setzt Swiss Life insbesondere im kapitalschonenden Provisionsgeschäft auf Wachstum. Dabei geht es vorrangig um das Management von Kapitalanlagen für Dritte. Hier konnte Swiss Life im ersten Halbjahr den Anlagebestand um 12% auf fast 80 Mrd. CHF steigern. Der Provisionsertrag selbst stieg in den ersten sechs Monaten um fast 10% auf 876 Mio. CHF.

Fazit: Mit diesen Zahlen präsentiert sich Swiss Life als eine sehr solide Anlage. Was sich natürlich auch in eher moderaten Renditen für die ausstehenden Anleihen widerspiegelt. Wir sehen hier allerdings trotzdem noch gute Chancen und  würden diesbezüglich zwei Anleihen zum Kauf empfehlen. Die Daten dazu entnehmen Sie bitte der Tabelle.

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