Die italienische Telekomgesellschaft, kurz TIM genannt, sendet mal wieder Lebenszeichen. Nachdem man bereits 2015 aus dem eigenen Portfolio die Mobilfunk-Sendetürme in eine neue Gesellschaft namens Inwit ausgegliedert und diese danach an die Börse gebracht hatte (immerhin seit Börsengang eine Verdopplung des Wertes), soll Telekom Italia gleiches nun mit seinen Datencentern planen. Insgesamt verfügt das Unternehmen derzeit über 23 dieser Zentren. Auch hier könnte es dazu kommen, dass diese in eine neue Gesellschaft ausgegliedert werden, um dann mit einer Minderheitsbeteiligung an die Börse gebracht zu werden. Aktuelle Prognosen von Analysten gehen davon aus, dass eine eigenständige Gesellschaft dieser Art einen Marktwert von rund 1 Mrd. EUR haben könnte.

Passen würde es zu den schon länger laufenden Spekulationen. Denn Telekom Italia hatte schon die Marschrichtung ausgegeben, die eigene Kapitalstruktur strafen zu wollen und außerdem die vorhandenen Schulden von derzeit rund 29 Mrd. EUR bis 2021 um 6 Mrd. EUR zu reduzieren. Außerdem wurde PIM damit auch dem Vorbild anderer Telekomgesellschaften folgen. So hatte die spanische Telefonica erst im  Mai ihre elf Datenzentren für eine gute halbe Mrd. EUR verkauft.

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