[vc_row][vc_column][vc_column_text]Am Mittwoch lieferte US-Notenbankchef Jerome Powell vor dem Kongress im Rahmen der halbjährlichen Anhörung ein klares Signal für die zum Monatsende erwartete Zinssenkung. Powell erklärte, die Fed stehe bereit, „angemessen zu handeln“, um nachhaltiges Wachstum zu sichern. Auf ihrer jüngsten Sitzung diskutierte die US-Notenbank das Für und Wider. Wichtigster Punkt dafür war die Abmilderung von Folgen des anhaltenden Zollkonflikts. Dabei gibt die derzeit gedämpfte Inflation entsprechenden Spielraum.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Eine Kursexplosion brachte Powell´s Testimonial jedenfalls nicht. Dennoch schafften es die US-Aktienindizes, ihren Trend nach oben weiter fortzusetzen. Dabei half auch, dass die Verhandlungen im Handelskonflikt wieder aufgenommen werden. US-Präsident Donald Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow hob allerdings hervor, dass es keinen Zeitdruck für eine Einigung gibt. Unter anderem wegen dieser Unwägbarkeiten äußerten sich die Analysten zurückhaltender über die Geschäftsaussichten international tätiger Mischkonzerne wie 3M. Und das schickte gerade diese Aktie wieder nach Süden[/vc_column_text][vc_column_text]Überraschend gut lief es im gesamten IT-Sektor. Hier glaubt man nach wie vor an bessere Zeiten. Unsere alten Bekannten wie Micron Technologies, Western Digital, Nvidia, Cisco hoben mit dem ganzen Rest in der vergangenen Woche geradezu ab. Wenn man die Entwicklung des Auftragseingangs in der verarbeitenden Industrie weltweit verfolgt, würde man die Kursavancen getrost als Strohfeuer abtun. Daher misstrauen wir hier den Gegebenheiten etwas. Auch unser taiwanesischer Halbleiterhersteller UMC konnte gewinnen und erreichte sogar ein neues Jahreshoch.Grund hierfür waren besser als erwartet ausgefallene Zahlen seines inländischen Konkurrenten Taiwan Semiconductor – dem Weltmarktführer.
[/vc_column_text][vc_column_text]Mit dem Beginn des dritten Quartals rückt nun die Berichtssaison wieder in den Fokus der Aktienmärkte. Bisher hatten nur knapp 5% der Unternehmen im S&P 500 ihre Quartalsberichte für das zweite Quartal 2019 vorgelegt. In den nächsten zwei Wochen gewinnt die Berichtssaison dann aber an Umfang. Der Bankensektor liefert mit den Berichten von Schwergewichten wie Morgan Stanley, Goldman Sachs und JP Morgan hierzu den Einstieg.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“33147″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Ein Abbild des schwächer werdenden globalen Handels zeigte in den vergangenen Tagen der deutsche Chemieriese BASF. Rückläufiger Umsatz nach zuvor geplanten 5% Plus und ein Ergebnis 30% unter Vorjahr werden im laufenden Geschäftsjahr Mengen und Margen gleichermaßen unter Druck bringen. BASF verwies insbesondere auf die besonders stark ausgefallenen Wachstumseinbußen in der globalen Automobilindustrie, insbesondere in China. Dazu kam die schwache Entwicklung des Agrarsektors in Nordamerika wegen schwieriger Witterungsbedingungen[/vc_column_text][vc_column_text]Gerade bei den Automobilzulieferern spürt man die fehlende Nachfrage besonders. So hatte Conti am Mittwoch ohne neue Hiobsbotschaften bereits ein neues Jahrestief vorgelegt und am Donnerstag weiter nachgegeben. Kabelspezialist Leoni, dessen Aktie sich seit Jahresanfang wie die vieler Mitstreiter aus dem Segment mehr als halbiert hatte, kam nun mit einer neuen Strategie an den Markt: man will die Kabelsparte einfach verkaufen und sich auf Bordnetze konzentrieren. Allerdings war auch dieser Bereich defizitär.[/vc_column_text][vc_column_text]Die Aktie ist allerdings auf dem derzeitigen Niveau bereits sehr billig und dürfte im Rahmen einer Erholung des Autosektors nach dem Urlaubsquartal (3. Quartal) wieder bessere Zeiten sehen. Wir halten im Augenblick an den Positionen noch fest. Das Risiko weiterer Gewinnwarnungen über die gesamte verarbeitende Industrie hinweg ist allerdings unbestritten gestiegen und damit auch das Risiko von Kursabgaben.[/vc_column_text][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Einen weiteren echten Kracher lieferte am Sonntag der Aufsichtsrat der Deutschen Bank, indem er eine umfassende Neuordnung des Konzerns beschloss. Kein Aktienhandel mehr und die Gründung einer Bad Bank für abzuwickelnde faule Kredite sowie Milliardeninvestitionen in IT waren die Botschaft an die Märkte. Und nebenbei 20% weniger Mitarbeiter weltweit – vor allem in London, New York und Singapur. Der Aktie brachte das unterm Strich nichts, denn zuerst einmal kostet der Umbau und ob der Befreiungsschlag die ersehnte Profitabilität zurückbringt, bleibt unklar. Wir gehen davon aus, dass die Erwartungen des Marktes an die Aktie derart niedrig sind und die Aktie einen Boden zwischen 6 und 8 Euro ausbilden wird.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“33131″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Zum neuen Favoriten am Anlagehimmel entwickelt sich weiterhin Gold. Üblicherweise steigt der Goldpreis immer dann, wenn Inflationserwartungen sinken. Und das war in den vergangenen Wochen besonders der Fall. Dagegen steht die gemeinhin bekannte negative Korrelation zwischen Goldpreis und USD-Wechselkurs. Soweit zu den üblichen herumgereichten Begründungen. Der Hauptgrund für teureres Gold ist aber ein anderer: Aufgrund der Streitigkeiten mit den USA hat China die Währungsreserven im Dollar zugunsten von Gold reduziert.[/vc_column_text][vc_column_text]Man muss sich einfach vor Augen führen, dass der US-Anteil an den Währungsreserven mit 52% Anteil in grobem Missverhältnis zu den 2,8% Anteil an Gold steht (62 Mio. Unzen). Vorbild für die Chinesen war Russland, das nach der Annexion der Krim und der Besetzung der Ost-Ukraine die eigenen Währungsreserven weg vom Dollar in Gold steckte und heute rund 22% der Devisenreserven in dem Edelmetall hält. Hier kann also noch einiges passieren.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“33135″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_row_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_column_text]Zum Portfolio: Während die Aktienindizes tendenziell seitwärts zeigen, gibt es bei den Einzelwerten immer mehr gravierende negative Ausrutscher. Einige davon hatten wir bereits erwähnt. Wir realisieren unseren Gewinn im Marathonläufer Nestle und kaufen einen breit aufgestellten Minenkonzern mit Fokussierung Gold: die chinesische ZijinMining Group, deren Aktie in Honkong gehandelt wird (2899.HK). Mit einem KGV von 12,9 auf Basis des 2019er Gewinns und einem Kurs zu BuchwertVerhältnis von 1,5 ist die Aktie günstig bewertet und hat vom internationalen Goldrausch noch nicht so viel abbekommen wie ihre südafrikanischen und nordamerikanischen Kollegen. Sie steht noch immer über 10% unter dem Jahreshoch vom März. Sollte die Goldhausse unerwartet kollabieren, ist das Rückschlagpotenzial dementsprechend auch geringer.[/vc_column_text][/vc_column_inner][vc_column_inner width=“1/2″][vc_single_image image=“33139″ img_size=“full“][/vc_column_inner][/vc_row_inner][vc_column_text]Bei den Optionen gibt es keine Veränderung in den Positionen der Vorwoche. In der nächsten Woche laufen die Juli-Optionen aus.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]
